An der IGS Am Everkamp wird Unterricht ausschließlich anhand von Themenplänen organisiert und durchgeführt. Dies gilt für den Unterricht in separat vermittelten Fächern (z.B. Englisch, Mathematik, Musik, Sport) genauso, wie für den Unterricht in Verbundfächern (z.B. Naturwissenschaften) und natürlich für den fächerübergreifenden Unterricht im „allgemeinen Themenplan“.

Ein Themenplan ist eine Sammlung von Aufgabenstellungen, Informationen und Materialien, die im Zuge des Unterrichts innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens zu bearbeiten ist.

Die Aufgabenstellungen eines Themenplans werden vom gesamten Lehrerteam des jeweiligen Jahrgangs erarbeitet. Sie sind so angelegt, dass stets vielfältige Unterrichtsmethoden und Sozialformen zum Einsatz kommen. Neben den fachspezifischen Methoden kommen insbesondere Methoden und Sozialformen zum Einsatz, die die Entwicklung von Eigenverantwortung, Teamfähigkeit und Selbstständigkeit fördern.

Darüber hinaus werden auch die bewährten klassischen Unterrichtsmethoden eingesetzt, wenn dies im Rahmen des Themas notwendig ist. Themenplanunterricht ist durch eine große Methodenvielfalt geprägt.

Inhalte, Fächerübergriff und Vernetzung

Fachinhalte werden anhand ausgewählter Themen vermittelt.

Die Themen haben möglichst einen Bezug zur Lebens- und / oder Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler. Die Themen erfassen somit Fragestellungen, mit denen die Lernenden in ihrem Alltag konfrontiert sind oder werden können, was sich positiv auf die Motivation zur Auseinandersetzung mit den angebotenen Inhalten auswirkt.

Die Themen sind so ausgewählt, dass sie im Rahmen der curricularen Vorgaben des Kultusministeriums Fragestellungen und Fachinhalte verschiedener Fächer erfassen.

Es findet also fächerübergreifender und fächerverbindender Unterricht statt.

Das bedeutet, ein Sachverhalt oder Phänomen (z.B. Licht) wird nicht zuerst aus der einen Fachrichtung (z.B. Biologie) und dann Wochen oder Monate später aus weiteren Fachrichtungen (z.B. Kunst oder Physik) beleuchtet. Stattdessen werden die entsprechenden Aspekte aus den verschiedenen Fächern in den Aufgabenstellungen eines Themenplans (z.B. „Wie die Bilder laufen lernen“) zusammengefasst.

So wird die Vernetzung der erworbenen Kompetenzen aus den verschiedenen Fächern bewirkt und der Kompetenzerwerb erleichtert (z.B. Wahrnehmung und Natur von farbigem Licht und deren gezielten Ausnutzung bei der fotografischen Gestaltung).

Auf diese Weise wird eine solide Allgemeinbildung sichergestellt. Diese orientiert sich jedoch nicht an den einzelnen Strängen isolierter fachinhaltlicher Kenntnisse, sondern aus vernetzten, verschiedene Fächer betreffenden Kenntnissen, zu allgemein wichtigen Themenbereichen.

Damit wird eine solide Grundlage für problemlösendes Denken in den verschiedensten Sachzusammenhängen geschaffen, da es selbstverständlich wird, einen Sachverhalt aus dem Blickwinkel verschiedener Fachrichtungen zu analysieren. Zudem motiviert dieses Vorgehen die Schülerinnen und Schüler dazu, sich auf vermeintlich weniger interessante Fachinhalte einzulassen, weil sie das Thema interessiert. Umgekehrt können interessante Fachinhalte den Zugang zu ansonsten weniger interessante Themen schaffen.

Worin liegen die Vorteile der Unterrichtsorganisation im Themenplan?

Die Organisation des Unterrichtes in Form von Themenplänen ermöglicht eine große Methodenvielfalt. Bedingt durch die gemeinsame Planung der Themenpläne im Jahrgangsteam wird aus einem Pool an Kompetenzen und Ideen auf inhaltlicher und methodischer Ebene geschöpft. Gleichzeitig sorgt diese Arbeitsorganisation dafür, dass alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs unabhängig von der unterrichtenden Lehrkraft die gleichen methodischen Kenntnisse erwerben und mit der gleichen Methodenvielfalt unterrichtet werden. Daraus resultiert eine Optimierung des Lernerfolges durch die Variation der Vermittlungsmethoden.

Da die Themenpläne von Jahrgangsteam zu Jahrgangsteam weitergeleitet werden und somit jährlich einer Aktualisierung und fachlichen Überprüfung unterzogen werden, ist für jeden Schülerjahrgang sichergestellt, dass er Unterricht auf mindestens dem gleichen Qualitätsniveau erhält, wie der Vorgängerjahrgang.

Transparenz / Bearbeitung

Zu Beginn der Bearbeitung eines Themenplans werden alle Materialien vollständig an die Lernenden gegeben. Dadurch besteht jederzeit vollständige Transparenz darüber, was mit welchen Methoden und Materialien gelernt werden soll. Es ist auch jederzeit möglich nachzuvollziehen, in welcher Zeit welche Ergebnisse in welcher Form erbracht wurden. Das heißt, alle Beteiligten können sich jederzeit über den Lernstoff und den Lernfortschritt informieren, indem sie Einblick in die Themenplandokumentation nehmen. Zur Information sind die allgemeinen Zielsetzungen für die Lernenden am Anfang des jeweiligen Themenplans beschrieben.

Alle Klassen eines Jahrganges arbeiten im gleichen Zeitraum am gleichen Themenplan, was zu Folge hat, dass alle Schülerinnen und Schüler des Jahrganges voneinander wissen, was sie gerade bearbeiten. Damit wird in großem Maße dem kooperativen Lernen Raum gegeben.

Verlässlichkeit

Die Arbeit mit Themenplänen bewirkt, dass bei uns kein Unterricht im Vormittagsbereich ausfällt. Da den Schülerinnen und Schülern alle Aufgaben und Materialien für ihre Arbeit zur Verfügung stehen, kann von den Lernenden selbstständig unter Aufsicht an den Aufgaben gearbeitet werden.

Auch die Tatsache, dass die Themenpläne vom ganzen Jahrgangsteam erstellt werden, sorgt dafür, dass es an unserer Schule im Vormittagsbereich keine Unterrichtsausfälle gibt. Jede Lehrkraft kann jederzeit für einen erkrankten Kollegen einspringen – aufgrund der Mitarbeit bei der Planung ist sie darüber informiert, was im Zuge des aktuellen Themenplans zu bearbeiten ist.