NWZ-Bericht vom 18.01.2020 – Gedenktag

NWZ-Bericht vom 13.12.2019 – Taschengeldkino

NWZ-Bericht vom 10.12.2019 – Franzosen zu Gast

IGS-Stand ein echter Renner

Gleich doppelt war die Integrierte Gesamtschule Am Everkamp auf dem Wardenburger Weihnachtsmarkt rund um den Glockenturm vertreten. So hatte die Schule, wie in den Jahren zuvor auch, einen weihnachtlich geschmückten Stand eingerichtet. Dazu kam in diesem Jahr erstmalig, genau gegenüber die „IGS-Lounge“. Diese war mit den in der „Weihnachtswerkstatt“ von Schülerinnen und Schülern gebauten Palettenmöbeln und weihnachtlicher Dekoration eingerichtet, die im Laufe des vergangenen Jahres unter der Anleitung des Techniklehrers Herrn Janout entstanden. In der Lounge konnten Besucher des Marktes, die ein ruhiges Plätzchen suchten und ausruhen wollten, sich hinsetzen und ihren Punsch oder Kaffee genießen.

Den Aufbau organisierten die Weihnachtsmarktbeauftragte der Schule, Melanie Rabe, sowie Berit Pleitner, die engen Kontakt zur Wardenburger Wirtschaft und zum Veranstalter des Marktes, dem Wirtschaftsförderungsverein hält.

Kerzenständer aus Holz, ganz besondere Weihnachtsbäume und hölzerne Mobiles mit Monden und Weihnachtsbäumen, waren am Stand der IGS zu bewundern. Betreut wurde der Stand der IGS von Fünftklässlern, Siebtklässlern und Eltern. Ursula Klingberg, die am Sonnabendnachmittag mit ihren Söhnen Jonathan und Ole eine zweistündige Schicht übernommen hatte, war gut beschäftigt. Die frischen Waffeln, der Kinderpunsch und auch der Kaffee fanden viele Interessenten.

Weihnachtskarten aus der von Kunstlehrerin Frau Dünow geleiteten Druckwerkstatt der IGS, Bienenwachskerzen und schützende Pfotencreme aus Bienenwachs für Hunde sowie Bienenwachstücher hatte die Bienen-AG der Schule produziert. Zudem waren Schlüsselanhänger und Konfitüren, Produkte der Schülerfirma der Letheschule, am Stand der IGS zu finden.

Am Sonntagmittag stellte sich die Schule auch musikalisch vor. Der Schulchor unter Leitung von Katharina Melloh sang einige Weihnachtslieder und erhielt dafür viel Beifall. Das Angebot mitzusingen, wurde jedoch zum Leidwesen des Chores nur spärlich wahrgenommen.

Franzosen zu Gast an der IGS

Puh, da müssen einige der französischen Gäste im Stuhlkreis aber schlucken, als Lehrerin Berit Pleitner ankündigt, dass nur noch deutsch gesprochen wird. Nach 19 Stunden Busfahrt und einer ersten Nacht in einem fremden Land gleich nach der freundlichen Begrüßung: „Schön, dass ihr da seid“, so geschockt zu werden … Doch mit dem nächsten Satz der Lehrerin an der Integrierten Gesamtschule Am Everkamp wird alles doch viel besser. „Est ce-que tout le monde va bien?“, fragt sie und man sieht die Erleichterung auf den Gesichtern von Manon, Clara, Luna und Maxime. Aber Berit Pleitner wäre keine Sprachlehrerin, wenn sie nicht in die erste Namensrunde im Kreis eine kleine Sprachübung einbauen würde. „Ich heiße Charline mit einem C wie „Caramel“, heißt in deutscher Sprache die Aufgabe für die französischen Gäste, je m’appelle Ole comme „Orange“ müssen die einheimischen Jungen und Mädchen sich auf Französisch vorstellen. Danach kommt dann zur Vertiefung das Kofferspiel, bis alle 20 Namen von Schülerinnen, Schülern und Lehrern durch sind.

Neun Jungen und Mädchen haben sich mit 24 anderen, die an der IGS am Flötenteich in Oldenburg zu Gast sind, am Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr in Montlieu-la-Garde bei Bordeaux auf den Weg in den Nordwesten Deutschlands gemacht. 19 Stunden waren sie bis Wardenburg unterwegs, erzählt Lehrer Thierry Crétain.

Nach der ersten geistigen Anstrengung geht es locker weiter, ein Streifzug durch die Schule steht an. Achtklässler Ole zeigt seinem Gast Nathaël, der die siebte Klasse des collège besucht, den neuen A-Trakt, die Mensa und die weiteren Räume der Schule. Zurück im I-Punkt warten ein kräftiges Frühstück und Schulleiter Gernot Schmack und dessen Stellvertreterin Manon Robenek, die die Schüler auf Zeit begrüßen.

Schmaeck gesteht, dass er sechs Jahre Französischunterricht hatte, aber außer „Bonjour“ und „Je ne parle pas français“ kaum noch etwas behalten hat. Sprache lernen ist das eine, weiß er mittlerweile, sie anzuwenden das andere. „Das geht nur im Austausch“, sagt er. Deshalb sei das, was gerade geschehe, ganz, ganz wichtig. „Redet miteinander“ ermuntert er die Jungen und Mädchen und wünscht ihnen eine wunderschöne Woche. Damit auch die Franzosen verstehen, übersetzt Berit Pleitner.

Ole und Nathaël haben noch nicht viel miteinander geredet, aber das wird noch. Der junge Franzose hat erst ein Jahr Deutschunterricht am collège mit 300 Schülerinnen und Schülern. Einen großen Unterschied in der Lebensweise hat er aber schon am ersten Abend erlebt. Aus Frankreich ist er ein warmes Menü gewohnt, das Abendbrot mit Brot, Butter und Auflage war natürlich neu für ihn. Dafür war der Spaziergang mit den Eseln Ronaldo und Bello, die zum Haushalt von Oles Eltern gehören, etwas ganz Besonderes. Nathaël ist neugierig auf das Leben in Deutschland. Ole ist sich sicher, dass beide gut miteinander auskommen werden und freut sich schon auf den Gegenbesuch im Juni 2020.

Aber in dieser Woche steht noch ein großes Programm an. Plätzchen backen, Weihnachtslieder singen, das Universum in Bremen, Eislaufen in Sande, Waldspiele im Barneführerholz und Besuche auf der Bowlingbahn und in der BMX- und Skaterhalle sind geplant. Ach ja, ein Tag Unterricht ist auch vorgesehen, bevor es wieder in Richtung Frankreich geht.

IGS –Holzwerkstatt für Weihnachtsmarkt aktiv

Kerzenständer aus Holz, ganz besondere Weihnachtsbäume und hölzerne Mobiles, die Monde und Weihnachtsbäume zeigen, sind seit den Herbstferien in der Holzwerkstatt der Integrierten Gesamtschule Am Everkamp entstanden. Jungen und Mädchen aus dem 10. Jahrgang werkelten wieder für den Stand der IGS auf dem Wardenburger Weihnachtsmarkt, der am 30. November und am 1. Dezember als Budenzauber rund um den Glockenturm stattfinden wird.

Alfred Stolle, Johanna Hollmann sowie Uta Grundmann-Abonyi vom Wirtschaftsförderungsverein besuchten nun die Holzwerkstatt, in der die Schülerinnen und Schüler noch eifrig sägten bohrten und schliffen, um den Werkstücken den letzten Schliff zu geben. Sie bedankten sich bei Lehrer Christian Janout, der die Holzwerkstatt betreut, und Lehrerin Melanie Rabe, die „Weihnachtsmarkt-Beauftragte“ der IGS ist. Für die Jungen und Mädchen gab es Gutscheine für den Weihnachtsmarkt, auf dem die Schule mit ihrem Stand verterten ist, an dem es Kinderpunsch, Waffeln und Kaffee geben wird. Betreut wird der Stand von Fünftklässlern und ihren Eltern sowie von Siebtklässlern- Außerdem wird es eine „IGS-Lounge“ geben, und der Chor wird singen.

Zum ersten Mal wird es die IGS-Lounge auf dem Weihnachtsmarkt geben. Dafür hat die Holzwerkstatt „Palettenmöbel“ gebaut, die als Sitzgelegenheit dienen. Tische, Bänke und Sessel sind aus den Paletten entstanden, die beim Azubi- und Mitarbeitertreffen am Sonnabend ab 16.30 Uhr in der IGS-Lounge ihre erste Belastungsprobe bestehen sollen.

Die Idee zu dieser Runde geht vom Ausbildungs- und Fachkräftenetzwerk Wardenburg aus, in dem die IGS mit Lehrerin Dr. Berit Pleitner vertreten ist. Es ermöglicht den Schülerinnen und Schülern durch Praktika und Betriebsbesuche frühzeitige Einblicke in verschiedene Berufe. Azubis und ehemalige Azubis sollen sich in der Lounge – eingeladen von ihren Betrieben – zum Austausch treffen. Natürlich sind auch Ehemalige der IGS oder der Everkampschule hier gerne gesehen.

Das Rätsel der verschwundenen Bälle

Von Neele-Marie Minolts, Klasse 8a

„Zehn Bälle haben wir schon verloren!“, ärgert sich David. Er zeigt auf das Gebüsch hinter der Tischtennisplatte auf dem Osthof. „Wenn der Ball da reinfliegt, dann ist er weg, den braucht man gar nicht zu suchen.“

David und seine Freunde aus der Klasse 7c spielen seit einiger Zeit Tischtennis. Draußen – und bei fast jedem Wetter. Für die steinernen Tischtennisplatten auf dem Pausenhof hatte sich in den letzten Jahren kaum jemand interessiert. Bei Sonnenschein setzte sich manchmal jemand drauf, bei Regen lief man dran vorbei. Aber Tischtennis?

Die fünf Jungs hatten schon allerlei ausprobiert. Immer im Kreis durch die ganze Schule laufen? Irgendwann langweilig. Billard im SV-Raum spielen? Nett, aber irgendwann auch nicht mehr so spannend. David brachte als Erster einen Schläger von zu Hause mit, und dann stiegen die anderen ein und waren schnell Feuer und Flamme.

Seit einiger Zeit spielen sie jede Pause ununterbrochen und sind vom Spiel so mitgerissen, dass die das Klingeln manchmal einfach überhören. Aber das ist nicht das einzige Problem. Ahmed ist von den Mädchen leicht genervt. „Sie provozieren uns und legen sich immer auf die Platte. Außerdem klauen sie unsere Bälle und rennen damit weg“, sagt er mit einem Lächeln; so genervt ist er dann wohl doch nicht von ihnen.

Jetzt haben sie noch Glück mit dem Wetter. Mal sehen, was der Winter so bringt. Tischtennis mit Handschuhen? Geht das?

Firmen stellen sich an IGS vor

Noch weiß Stephan Ommer nicht, was er nach der Schule beruflich machen möchte. Doch der Achtklässler der Integrierten Gesamtschule Am Everkamp findet die Erfahrung spannend, die er an einem Berufetag an seiner Schule gemacht hat. Angetan in Arbeitsjacke, mit dicken Schutzhandschuhen und einer Schutzmaske vor dem Gesicht durfte er unter Anleitung mit einem Schweißgerät arbeiten. „Wenn man es allein macht, ist es schwerer“, sagt er nach dem zweiten Durchgang. Er findet es toll, dass man an einem solchen Berufetag eine Idee für den künftigen Beruf bekommen kann. „Es ist eine neue Erfahrung, aber so etwas würde ich eher nicht machen wollen“, sagt er über das Schweißen.

Aufgebaut war die improvisierte Schweißkabine im Werkraum der IGS vom Unternehmen Hecker Bau, das zur Depenbrock-Gruppe gehört. Ausbildungsleiter Achim Sydow und sein Team stellten die Ausbildungsberufe vor, die in der Gruppe angeboten werden. Beton- und Stahlbetonbauer, Baugeräteführer, Spezialtiefbauer, Industriemechaniker und Straßenbauer werden dort ausgebildet. Neben der Schweißaktion gab es noch ein Lego-Spiel mit ernstem Hintergrund. Nach einem Plan sollten Straße und Plätze mit bestimmten Mustern auf Zeit „gebaut“ werden. Mit Memory-Karten und Modellen von Baufahrzeugen wie Fertigern, Fräsen, Baggern oder Raupen gab Achim Sydow den Schülerinnen und Schülern beim Gerätequiz einen Einblick in die Tätigkeit der Gruppe, die 18 Auszubildende hat. Er selber organisiert die Ausbildung und Praktika und machte deutlich, dass jeder, der „Bock und Ehrgeiz hat, eine Chance bekommen kann, auch wenn die Noten vielleicht etwas schlechter sind“. Man kümmere sich um entsprechende Förderung, so Sydow.

Er lobt die Idee der IGS, Firmen einzuladen. Als Unternehmen bemühe man sich auch um solche Kontakte, um sich praxisnah zu präsentieren und Interesse zu wecken. Über den Kontakt zu Berufseinstiegsbegleiterin Anette Löhr bei einer Job-Börse sei beispielsweise ein Betriebsbesuch für IGS-Schülerinnen und Schüler organisiert worden. Aus dieser Gruppe heraus sei ein Schüler in eine Ausbildung als Baugeräteführer bei Hecker eingestiegen. Deshalb sei man nun gerne wieder in die Schule gekommen.

Das gilt auch für Peter Schütte, Heiner Niehaus und Tobias Tapken von Fahrzeugbau Schütte in Tungeln, die mit einem Transporter mit Edelstahlaufbau vorgefahren sind und dessen Funktionen vor der Schule demonstrieren. John Pascal Weiß aus der 8. Klasse findet die Vorführung interessant, liebäugelt aber eigentlich mit einem Beruf, der mit Computern zu tun. Sein Opa hat ihm aber geraten, ins Handwerk zu gehen, das sei zukunftssicher. Doch auch Logistik, in dem Bereich hat der Opa gearbeitet, wäre eine Option. Noch hat er ja Zeit, sich zu entscheiden.

Niklas Behnken vom Unternehmen Kornkraft in Huntlosen und Corinna Meyer vom Wardenburger Speditionsbetrieb PHL sind ebenfalls in der Schule und präsentieren die Ausbildungsmöglichkeiten in ihren Betrieben.

Anette Löhr, die den Berufetag gemeinsam mit ihren Kollegen Martin Jentsch und Laura Meyer organisiert hat, war sehr zufrieden mit der Resonanz. Rund 60 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen acht, neun und zehn hatten sich gemeldet, um mehr über entweder einen oder auch zwei Betriebe zu erfahren. Zum Abschluss setzten sich alle Beteiligten zusammen, um die Erfahrungen aus der zweiten Auflage des Berufetages auszutauschen.

NWZ-Berichte

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