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Aktuelle Formulare – IGS Am Everkamp (igs-am-everkamp.de)


Schulhund Ben bringt Entspannung in den Unterricht

Frau Klahres Golden Retriever ist bei Schülerinnen und Schülern beliebt

Von der Online-Redaktion

Er ist acht Jahre alt, seit sieben Jahren an der Schule und ein „tiefenentspannter Hund“: Unser Schulhund Ben. Frau Klahre bringt ihn regelmäßig mit in den Unterricht, „er ist dann einfach da, das ist gut für die Stimmung und fürs Lernklima.“ Besonders gut geeignet ist Ben für den Einsatz in wuseligen jüngeren Klassen. „Alle Schülerinnen und Schüler wollen ja unbedingt, dass er mit zu ihnen kommt. Deshalb sind sie leise.“ Denn wenn es laut wird, muss Ben raus – er ist sehr geräuschempfindlich. Auch für Sauberkeit sorgt er: „Der Raum darf ja nicht dreckig sein, Ben soll ja keinen Müll fressen. Und daran halten sich die Schülerinnen und Schüler dann auch.“

In der Klasse ist der Golden Retriever nicht angeleint, läuft auch schon mal durch die Reihen und lässt sich knuddeln. Alle Eltern einer Klasse müssen zugestimmt haben, damit er Frau Klahre in den Unterricht begleiten darf. Sie ist zurzeit Klassenlehrerin der 9c, deshalb ist Ben vor allem in dieser Klasse und einem Mathekurs des 9. Jahrgangs unterwegs. Aber sie erinnert sich noch gut an die Zeit, als ihre Schülerinnen und Schüler klein waren: „Alle wollten, dass er im Unterricht dabei ist. Die Schülerinnen und Schüler haben ihm Spielzeug mitgebracht, und auf Zuruf gab es auch mal ein Leckerli.“

Und wie wird man zum Schulhund? „Ich habe mit Ben ein Wochenendseminar bei einer Hundeschule gemacht, und auch die niedersächsische Hundeführerscheinprüfung hab ich ein zweites Mal abgelegt“, erläutert Frau Klahre. Bei dem Seminar stellte eine Grundschullehrerin mit einigen Schülerinnen und Schülern eine stressige Pausensituation nach, Bälle flogen herum – aber Ben blieb ruhig und freundlich, den Charaktertest hatte er bestanden – und schon war er als Schulhund zertifiziert.

Und hat so ein Schulhund auch Nachteile? Naja, überlegt Frau Klahre, eigentlich nur einen: Alle Klassen, die Frau Klahre unterrichtet, löchern sie immer wieder: Wann kommt Ben endlich auch mal zu uns?

Betriebe präsentieren sich in der IGS

Ausbildungs- und Wirtschaftsmesse bietet Orientierung

Zur Messehalle für viele verschiedene Berufe wurde jetzt die Integrierte Gesamtschule Am Everkamp in Wardenburg. 45 Betriebe und Firmen aus der Region präsentierten sich  anlässlich der Ausbildungs- und Wirtschaftsmesse in der Schule und boten den Jungen und Mädchen die Chance, sich über  ihre mögliche berufliche Zukunft zu informieren. Von der Optik über die Pflege, vom Sanitärbetrieb bis zum Maler, von der Klinik bis zur Bundeswehr und vom Restaurant bis  zum Sanitätsfachgeschäft reichte die Spanne der Berufe.

Viele Aussteller zeigten ihre Produktpalette, andere hatten praktische Übungen parat. So konnten angehende Logistiker beim Bio-Großhandel „Kornkraft“ aus Huntlosen mit einem ferngesteuerten Mini-Gabelstapler einen Laster beladen. „Wir nehmen regionale Angebote zur Berufsorientierung gerne wahr“, sagt Kornkraft-Ausbildungsleiterin Andrea Voß, Das Unternehmen suche immer Auszubildende. Großhandelsmanagement, Kraftfahrer und Lageristen sowie Kaufleute sind in Huntlosen gefragt.

Zur Eröffnung appellierte Landrat Christian Pundt an die Schülerinnen und Schüler, die Gelegenheit zur Information zu nutzen. Wardenburg Bürgermeister Christoph Reents sagte den Jungen und Mädchen: „Ihr könnt an eurer Zukunft basteln, so etwas wie diese Messe gab es früher nicht.“ „Erfolgreiche Gespräche“ an den Messeständen wünschte  Schulleiter Carsten Kliegelhöfer.

Solche Gespräche hatte Elin Keppert aus der 8a da schon geführt. Sie möchte eigentlich Tierpflegerin werden, findet aber auch die Pflege spannend. Sie wird deshalb bald ein Praktikum im Klinikum Oldenburg machen. Sie fand es gut, sich in der Schule auch über andere Berufe informieren zu können.

Adrian Endrikat aus Wardenburg weiß  schon ziemlich genau, wohin sein Berufsweg führen soll. Er steuerte den Stand von PHL Logistik aus Wardenburg an, der ihn schon beim Zukunftstag  sehr beeindruckt hatte. Adrian möchte wie sein Stiefvater Berufskraftfahrer werden,  einige Touren hat er schon mitgemacht. Und bei der Messe festigte er den Kontakt zu Ausbildungsleiterin Patricia Arlt, die die gute Zusammenarbeit mit der IGS lobt.

Zum ersten Mal auf einer solchen Messe ist das Sanitätshaus Lübbehusen.  „Das Interesse ist wirklich groß“, sagt Imke Lüschen. Sie sieht solche Veranstaltungen als Chance für das Unternehmen, die vielseitige Ausbildung darzustellen und spricht von „gut investierter Arbeitszeit“.

Um den Kontakt zu den jungen Menschen geht es Sascha Janzen vom Wardenburger Heizungsbau- und Sanitärbetrieb. Die Präsenz in der Schule führe dazu, dass er auch im Ort von jungen Leuten erkannt werde. Auch deshalb hat er sich an der Messe beteiligt. Bei der Berufsweltorientierung im November konnte er einen Schüler für ein Praktikum gewinnen.

Für solche Erfolge  haben Michaela Fenske, an der IGS zuständig  für das Feld Berufsorientierung, Schulsozialarbeiter Rainer Strauß und Hausmeister Gerd Janßen die Messe organisiert. Die große Zahl der teilnehmenden Betriebe ist eine Bestätigung ihrer Vorbereitung. Gemeinsam mit den Firmen entwickelten sie Fragebögen, mit denen die Schülerinnen und Schüler einerseits auf die Unternehmen zugehen mussten, aber auch mehr zum Firmenprofil und den Arbeitsbedingungen  erfahren konnten.


EPSON MFP image

In „Letizias Woche“ gibt’s Geschenketipps von Schneewittchen

Die Schülerinnen und Schüler der Theaterkurse üben vor Publikum

Rotkäppchen und Schneewittchen geben Tipps für Weihnachtsgeschenke, und es geht um „Mord im Märchenland“: Am Montag, dem 15. Januar, wird es aufregend für die Schülerinnen und Schüler unserer Schule, die Theater spielen. Sie führen sich gegenseitig von der dritten bis zur sechsten Stunde ihre aktuellen Stücke und Szenen vor. Beteiligt sind rund 50 Schülerinnen und Schüler; sie gehören zum Wahlpflichtkurs (WPK) Darstellendes Spiel aus dem achten Jahrgang von Frau Kropp, zur Theater-AG von Frau Richter und aus Frau Richters und Herrn Strauß‘ WPK Darstellendes Spiel im zehnten Jahrgang.

Und die Stücke sind zum Teil selbst geschrieben: Rotkäppchen und Schneewittchen treten in „Letizias Woche“ auf, einer Spielszene, die Letizia Hibert aus dem zehnten Jahrgang geschrieben hat. „Der Sinn der Veranstaltung ist, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler Bühnenerfahrung sammeln“, sagt Frau Kropp. Und Isabelle aus der 8a meint: „Das ist ein guter Weg, um Lampenfieber abzubauen.“ Und daran arbeitet sie konsequent: Sie ist in der Theater AG, dem WPK Darstellendes Spiel und auch noch im Schulchor. Ganz besonders lohnt sich die Veranstaltung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des WPKs aus der 10. Klasse: Sie führen ihr Theaterstück als Ersatzleistung für eine

Arbeit auf.

Weihnachtskonzert

Grundschule und ukrainisches Orchester als Gäste

„Dann, wenn jedes Kind auf der ganzen Welt für ein anderes es Weihnacht werden lässt“, dann wird Weihnachten wirklich überall ein Fest. Mit diesen Zeilen rührten die „Zitronenfalter“  der Grundschule Wardenburg alle Zuhörerinnen und Zuhörer beim Weihnachtskonzert in der Integrierten Gesamtschule am Everkamp. Nach einigen Jahren Coronapause setzte die Wardenburger Schule ihre Tradition der weihnachtlichen Konzerte fort. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten ein besinnlich-beschwingtes Programm und machten die Aula zum Konzertsaal.  Von „O du fröhliche“ bis zu „Last Christmas“, von der „Weihnachtsbäckerei“ bis zu „Winter Wonderland“ zog sich die Spannbreite der musikalischen Beiträge,  die die Jungen und Mädchen acht Wochen geprobt hatten.

„Es wird ein spannender Abend“ hatte Schuleiter Carsten Kliegelhöfer versprochen, er sollte recht behalten. Denn die Solisten, Chöre und Ensembles aus den einzelnen Jahrgängen, auch die Lehrer waren mit einem Chor vertreten, zeigten, dass der Musikunterricht an der IGS ein beachtliches Niveau aufweist. Dafür verantwortlich zeichneten Katharina Melloh und Arne Fleischhut, die den Abend gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern auf die Beine gestellt hatten. Vertreten war auch der Förderverein, der in der Pause für Punsch, Kaffee und Kuchen sorgte. Als krönenden Abschluss gab es einen Auftritt des ukrainischen Orchesters  Obryschyn Park, das einige Tage  im Blockhaus Ahlhorn verbringt und für den Auftritt nach Wardenburg gekommen war.

Die sonst eher nüchterne Aula war mit Lichterketten und selbstgebastelten Sternenketten  geschmückt, über den Köpfen schwebte der Adventskranz, auch ein Weihnachtsbaum  erstrahlte. Diese Atmosphäre kam nicht nur bei  Anja Stigge aus Sage-Haast gut an. „Es ist toll, was nach der Pandemie wieder geht und an der Schule gemacht wird. Ich fand das Konzert toll“, sagte die Mutter, deren Sohn Luca als Techniker mitmischte. Eine Premiere als Moderatorin feierte Fünftklässlerin Isabel Janssen, die nur „etwas nervös“ war. „Ich stelle mir immer vor, ich bin ganz allein im Raum“, verriet sie ihr Rezept gegen Lampenfieber und sang beim abschließenden „Leise rieselt der Schnee“ natürlich aus voller Kehle mit.


Selbst geschnitzte Weihnachtskarten

Von Chayenne Gramberg und Ida Grotelüschen (beide Klasse 7b)

Der Jahrgang 7 macht aus Linolplatten tolle Weihnachtsbilder. Mit selbst gezeichneten Skizzen und Linolschnittmessern zaubern die Schülerinnen und Schüler ihre druckfertigen Weihnachtskartenvorlagen.

Die Schülerinnen und Schüler entwerfen ihre Motive selbst; anschließend schnitzen sie ihre Entwürfe in das Linol. „Das Schnitzen ist anfangs etwas schwierig, doch nach und nach wird es immer einfacher“, berichtet Chayenne Gramberg aus der 7b. Ein paar der ausgewählten Motive: Schneemänner, Tannenbäume, kleinen Wichtel sowie Schneeflocken. Die kleinen feinen Linien im Bart des Wichtels sind relativ schwierig auszuschnitzen, die breiteren Linien, etwa Umrandungen, sind einfacher, meint Chayenne. „Ich möchte auf jeden Fall meiner Oma eine Karte schenken, da überall in ihrem Haus Weihnachtswichtel stehen, also würde meine Wichtelkarte dort gut reinpassen“, sagt sie.


Weihnachtskonzert in der IGS Am Everkamp

Am Dienstag, dem 19. Dezember, findet um 17 Uhr ein Weihnachtskonzert in der IGS Am Everkamp statt. Die Veranstaltung dauert bis etwa 18.30 Uhr; es wird eine gemütliche Pause mit Kaffee, Kuchen und Punsch geben. Schulband, Schulchor und Lehrerchor treten auf. Ausgewählte Schülerinnen und Schüler des fünften, siebten und achten Jahrgangs singen und musizieren, und auch die Theater AG ist dabei. Als besondere Gäste treten die Kinder des Chores „Zitronenfalter“ von der Grundschule Wardenburg auf. Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen. Einlass ist ab 16.30 Uhr.


Einen ganzen Monat LESEN in der IGS

Die Schülerschaft der IGS widmete sich in den letzten Wochen ganz dem Lesen. Besonders der 6. Jahrgang bereitete sich auf die Teilnahme am Vorlesewettbewerb vor. Hierzu besuchte der Jahrgang ebenso wie Jahrgang 5 die KIBUM in Oldenburg. In der darauffolgenden Woche kam die KIBUM in die IGS. Zwei schweizer Autoren lasen aus ihren Neuerscheinungen in den Jahrgängen 5 bis 8. Dabei machte Gabriela Kasperski den ersten Aufschlag.

„Wieso sind alle Prinzessinnen weiß?“ Gute Frage. Aber wer hat darüber schon lange nachgedacht. Es ist eben so in den Märchen. Doch die aus Äthiopien stammende Adoptivtochter der Schweizer Autorin Gabriela Kasperski   stellte diese Frage ganz ernsthaft. Denn sie stand vor dem Bücherregal und fand kein Buch mit einer Prinzessin, die ihre Hautfarbe hatte. „Meine Tochter hatte kein Buch in dem sie sich repräsentiert fühlte“, erklärt die Schriftstellerin den Schülerinnen und Schülern aus den 5. und 6. Klassen.

Die Frage der Tochter führte zu Geschichten, „die etwas anders sind“, erklärt die Autorin. Hauptperson ist Yeshi aus Äthiopien, die als Adoptivkind in der Schweiz in Zürich lebt. Sie sucht ihren Platz in der Gesellschaft, und das ist nicht immer ganz einfach. Gabriela Kasperski will den jungen Leserinnen und Lesern ab acht Jahren die Themen Vielfalt und Diversität in spannenden und rasanten Geschichten näherbringen und liest Passagen aus „Yeshi Style“, dem dritten Band der Reihe.

In dem Buch geht es um ein Spendenprojekt, Eifersucht, die Suche nach den eigenen Wurzeln und das Zeichnen eines Stammbaums. Dass Yeshi von ihrer Freundin Doro als „Kackbohne“ beleidigt wird, nutzt Gabriela Kasperski fürs Gespräch. Die Schülerinnen und Schüler wissen, dass war rassistisch. Marlon erklärt: „Das bedeutet, wenn man Leute beleidigt, weil sie  Ausländer sind, eine andere Hautfarbe oder eine andere Religion haben“. Die Schriftstellerin hat einen Rat für die Kinder: „Wenn ihr das nächste Mal auf dem Pausenhof eine rassistische Beleidigung hört, geht hin, sagt, das geht nicht, das ist verboten“. Sie empfiehlt zum Schimpfen Gemüsebezeichnungen und übt das gleich mit den Kindern: „Du Banane“, schallt es durch die Mensa.

Nach der Lesung beantwortet Gabriela Kasperski Fragen. Wie viel verdienst Du? Wo  wohnen Sie. Wie lange braucht man um ein Buch zu schreiben? (Für Yeshi zwei Monate, für einen Krimi ein halbes Jahr). Heißt ihre Tochter Yeshi? (Nein, aber sie hat Yeshi inspiriert). Kommt noch ein Buch?  (Ja, sie will es mit ihrer Tochter gemeinsam schreiben).

Die Zeit ist wie im Flug vergangen, viele Mädchen und Jungen holen sich noch einen Flyer zu den Yeshi-Büchern, bevor es wieder in den Unterricht geht. Jule Detering aus der 6c hat es gefallen, auch Jella Brünjes, obwohl sie eigentlich wenig liest. Aber vielleicht hat die Lesung ja doch mehr Lust aufs Lesen gemacht.

Die zweite Lesung hielt Sergio Dudli. Er las in Jahrgang 7 und 8 aus seiner Monsterjägergeschichte „Creepy Cronicles: Bloß nicht den Kopf verlieren“. „Nicht alle Autoren sind alt, haben einen langen weißen Bart und schreiben mit einer Feder!“

Mit diesen Worten begrüßte Diana Bothe-Schwerter den jungen Typen mit dem Basecap. „Bloß nicht den Kopf verlieren“ ist der erste Band seiner Reihe, die er 2022 erdachte. „Monsterjagd ist nichts für Nerds! Padraig ist Monsterjäger. Bewaffnet mit Schwert und magischen Runen ziehen er und sein Vater regelmäßig aus, um Schottland von zweihäuptigen Dornenflüglern, Angstzehrern und Friedhofsschlurfern zu befreien. Doch ihre letzte gemeinsame Jagd geht mehr als schief und Padraigs Vater muss in die Schattenwelt fliehen, um zu überleben. Brandon ist Monsterfan und schreibt einen Blog namens »Creepy Chronicles«, auf dem er Vermisstenfälle mit dämonischen Erscheinungen erklärt. Als die beste Freundin seiner Schwester verschwindet und diese sich noch merkwürdiger benimmt als sonst, ahnt er Schlimmes. Bald wird klar, dass das Ganze definitiv mit Monstern zu tun hat – und mit einem Schlüssel, der Padraig zu seinem Vater bringen könnte…“.

Die Schülerinnen und Schüler hörten gebannt der Lesung zu, die Sergio Dudli mit Bildern aus seinem Buch untermauerte. Auch er stellte sich den Fragen seiner Zuhörer und gab am Ende noch Autogramme.


Vorlesewettbewerb

Die Wahl der Klassensieger in den 6. Klassen gestaltete sich durchaus spannend. Jeder durfte lesen, aber mitmachen am Wettbewerb war freiwillig.

Ganz so einfach war die Entscheidung für die Mitschüler nicht immer. Gelesen wurde häufig aus Paluten, aber auch aus älteren Jugendbüchern. Der Schulentscheid fand traditionell am Nikolaustag statt. Die Jury bestand aus der Buchhändlerin Katrin Wellmann, die den Fremdtext „Das Buch der gestohlenen Träume“ ausgewählt hatte, Tom Henkenborg von der Öffentlichen Wardenburg Geschäftsstelle Christian Martens, der dankenswerterweise auch in diesem Jahr die Preise der teilnehmenden Schüler sponsorte, Katharina Muhle, Deutschlehrerin an der IGS sowie Jonathan Stump, dem Vorjahresschulsieger.

Die Leser Jon, Elias und Mia machten es der Jury nicht so leicht. Letztendlich konnte sich Jon Schritt aus der 6a mit seinem Vortrag aus „Die Känguru-Chroniken“ sowie dem Lesen des Fremdtextes überzeugen. Wir wünschen Jon viel Erfolg in der nächsten Runde!


Einmal so richtig über den Schulhof brettern

Die Mofa-AG von Schulleiter Carsten Kliegelhöfer bereitet auf die Führerscheinprüfung vor

Von Lea Wennekamp (8a) und Chayenne Gramberg (7a), Online-Redaktion

Zwei Motorroller brettern über den Schulhof, die Fahrer kurven im Slalom durch einen Parcours aus Dosen: Was vormittags Riesenärger mit der Aufsicht gäbe, ist am Mittwochnachmittag schon Routine. Da trifft sich die Mofa-AG von Schulleiter Carsten Kliegelhöfer.

Und hier geht es nicht nur um Spaß: Die zehn Schüler – ja, es sind tatsächlich ausschließlich Schüler, kein Mädchen hat sich in die AG verirrt – wollen den Mofa-Führerschein machen. „Nur 45 Euro kostet die Teilnahme an der AG, in der Fahrschule wäre das viel teurer“, freuen sich die Teilnehmer. Und wie ist Herr Kliegelhöfer auf die Idee mit dieser AG gekommen? „Vor 15 Jahren habe ich einen Ausbilderschein gemacht, seitdem ist das möglich“, sagt er. Und er ist selbst gern auf zwei Rädern unterwegs: „Allerdings auf dem Motorrad, die Roller sind mir zu langsam.“

Neben den praktischen Übungen wird auch gebüffelt: Theorie steht ebenfalls auf dem Programm. „Am schwersten sind die Fragen zur Vorfahrt und zu rechts vor links“, stöhnt ein Teilnehmer. Die theoretische Prüfung nimmt dann allerdings nicht Herr Kliegelhöfer ab, dafür müssen alle zum TÜV nach Oldenburg.

Und warum brauchen die Schüler überhaupt einen Mofa-Führerschein? „Weil wir nicht mehr schwarzfahren wollen“, lacht einer, ein anderer sagt: „Auf dem Land braucht man den, um unabhängig zu sein.“ Jaaa, und dann ist da noch was: „Damit kann man die Mädchen beeindrucken.“ Da gibt es nur ein Problem: Die Elektroroller machen einfach keinen Krach, sie sind flüsterleise. „Die beschleunigen super, nur der Sound fehlt halt“, sagt ein Schüler – und statt der umweltfreundlichen E-Roller wollen sich die meisten dann doch lieber einen ordentlich knatternden Verbrenner zulegen.


Zu wenig Busse, zu wenig Licht

Landrat Christian Pundt spricht mit Schülerinnen und Schülern der IGS

von Haiko Mensing

Was tun, wenn man morgens frisches Baguette möchte, der einzige Bäcker aber sechs Kilometer entfernt ist und Busverbindungen so gut wie fehlen? Da muss man aufs Rad steigen und kräftig fürs Frühstück strampeln. Das erlebte der Französischkurs des neunten Jahrgangs der Integrierten Gesamtschule am Everkamp bei einer Fahrt nach Clairvaux-les- Lacs im französischen Jura. Die Fahrt gehörte zum Projekt „Demokratie jetzt!“  des Deutsch-Französischen Jugendwerks, das die Reise förderte. Gemeinsam mit Jugendlichen der Partnerschule Collège des Lacs befassten sich die Jungen und Mädchen mit ländlichen und strukturschwachen Regionen und entwickelten aus den Erlebnissen in Frankreich Fragen und Anregungen, die sie nun in der Schule mit Landrat Christian Pundt diskutierten, den ihre Lehrerin Berit Pleitner eingeladen hatte.

von links nach rechts: Hannes Kaminski, Dr. Christian Pundt, Tyrone Löhr, Jonathan Klingenberg

Aufgefallen war ihnen in Frankreich, dass in der ländlichen Region um Clairvaux außer den öffentlichen Verkehrsmitteln auch Läden fehlten und nur wenige Freizeitmöglichkeiten existierten. Ihre Vorschläge auch für den Landkreis Oldenburg, wo der Busverkehr nachmittags ausgedünnt ist: Rufbusse einsetzen oder Taxiunternehmen beauftragen. Und Neuerungen müssten gut bekanntgemacht werden. In der französischen Gemeinde fahren im Sommer sehr wohl Busse on demand, aber kaum jemand weiß es, berichteten sie dem Landrat. Konkret war auch der Wunsch nach einem Kiosk oder mehr Restaurants für Ganderkesee und vor allem nach größeren Büchereien und besserer Beleuchtung der Schulwege.

Beim Landrat liefen die Jungen und Mädchen damit offene Türen ein. Christian Pundt plädierte für mehr Rufbusse  als Teil eines integrierten Systems, erläuterte den finanziellen Hintergrund solcher Pläne und berichtete von den Aufgaben der Bürgermeister und Landräte. Vor allem appellierte er an die Jungen und Mädchen, Ideen einzubringen. „Das lohnt sich immer. Manchmal dauert es. Aber wenn ihr nicht aufsteht, werdet ihr nicht gehört.“  Der Landrat warnte davor, denen auf den Leim zu gehen, die nur laut kritisierten, aber bei konkreten Nachfragen keine Lösung hätten. Er bot der Gruppe an, an der IGS einen Jugendkreistag zu unterstützen: „Ihr macht dann einen Tag Politik“, versuchte er die Schülerinnen und Schüler zu locken.

Bei Jonathan Klingenberg aus Amelhausen ist der Appell angekommen. „Einen Tag Kreistag, dazu hätte ich Lust“, sagt er nach der Runde mit dem Landrat. Er habe viel erfahren, was im Landkreis los sei und wie das System funktioniere. Tyrone Löhr aus Wardenburg fand gut, dass sich der politische Gast  die Ideen der Gruppe angehört habe. Er würde jetzt auch eher eine E-Mail mit Anregungen schreiben, sagt Tyrone.

Einmal mit dem Rasenmähertrecker über den Schulhof kurven

Elf Betriebe stellen sich und ihre Berufe dem achten Jahrgang vor

Wie plant man die sinnvollste Fahrtroute für einen LKW, wenn er Ware bei Kunden in ganz Deutschland abladen muss? Von Oldenburg nach München, dann wieder hoch nach Hannover und am Schluss noch einmal in den Süden nach Stuttgart? „Nee! Würdet ihr wirklich so im Zickzack fahren?“, wundert sich Patricia Arlt, Ausbildungsleiterin bei der PHL Logistik GmbH aus Wardenburg. „Eine Rundtour ist viel sinnvoller“, erklärt sie – und das leuchtet dann auch allen Schülerinnen und Schülern ein.

Insgesamt elf Firmen und Betriebe stellten sich am Mittwoch, dem 8. November, bei den Schülerinnen und Schülern unseres achten Jahrgangs vor. Alle werben sie um Nachwuchs: „Wir wollen unsere Berufe vorstellen und populärer machen“, sagt Sascha Benecke, Geselle bei Hartmann Maschinen- und Metallbau. Bei ihm konnten die Achtklässlerinnen und Achtklässler mit einer Flachzange aus Schweißdraht hübsche Metallsterne basteln. Gar nicht so einfach: „Damit der Stern auch wirklich gut aussieht, braucht man räumliches Denken und technische Fähigkeiten.“ Und Benecke hatte schon so einige Kandidatinnen und Kandidaten erspäht, die beides haben.

Organisiert wurde dieser Tag der „praktische Berufsweltorientierung“ von Michaela Fenske, der Didaktischen Leiterin und Beauftragten für die Berufsorientierung unserer Schule; auch unserer Schulsozialarbeiter Rainer Strauß war in die Vorarbeiten eingebunden. Im 20-Minuten-Rhythmus wechselten die Schülerinnen und Schüler von Raum zu Raum und damit von Betrieb zu Betrieb. Und da gab es viel Neues zu entdecken und auszuprobieren: Bei Bunjes Motorgeräte konnte man sogar mit einem Rasenmähertrecker ein paar Runden drehen.

Neben den genannten Firmen waren auch die Amazone-Werke, Gut Sannum, die Bundeswehr, die Janzen GmbH, Stadt.Land.Grün, Lidl, Edeka und die Meyer Metallwerke dabei. Und Michaela Fenske kündigte gleich das nächste Highlight der Berufsorientierung an unserer Schule an: „Am 6. Februar 2024 findet in der IGS eine Ausbildungs- und Wirtschaftsmesse statt. Dazu sind alle Schülerinnen und Schüler genauso herzlich Willkommen, wie alle Interessierten aus Wardenburg und umzu. 36 Betriebe werden dann bei uns ihre Stände aufbauen. Und vielleicht werden es ja sogar noch mehr: Betriebe, die noch teilnehmen möchten, können sich bis Ende des Jahres gerne bei der Schule melden.“


Der Mensabetrieb startet am Montag, den 6.11.2024


IGS-Aula wird zum Talk-Show-Studio

„Es war sehr aufregend“, sagt Hermine Lohmann. „Natürlich hatte ich ein wenig Bammel vor den Kameras und den hellen Lampen“. Gerade hat sie im Wechsel mit acht anderen Mitschülerinnen und –schülern eine Talkshow moderiert, die aufgezeichnet und demnächst auf dem Sender Oldenburg 1 zu sehen sein wird. Unter der Überschrift „Eine Welt – eine Zukunft. Bildung gegen Armut und Hunger“ beschäftigte sich der achte Jahrgang der Integrierten Gesamtschule am Everkamp in Wardenburg  an zwei Tagen im Oktober mit globaler Bildung und Gerechtigkeit und entwickelte viele Fragen, die die Jungen und Mädchen Experten in der Diskussionsrunde stellten, die eine Präsentation der Workshops darstellte. Für Hermine Lohmann und Melissa Pizzimenti  war der TV-Auftritt Abschluss eines Projekts in dem beide viel gelernt haben und aus dem sie viel für ihren weiteren Weg mitnehmen.

Organisiert wurde das Vorhaben an der IGS von der „Werkstatt Zukunft“, einem Oldenburger Projekt der Medienbildung, dessen Schwerpunkte  nachhaltige Entwicklung, Umwelt, globale Bildung und Demokratie sind. „Wir wollen Ideen für eine nachhaltigere Zukunft vermitteln und den Schülerinnen und Schülern eine globale Sicht ermöglichen“, sagt Journalist Barthel Pester, der im Team die Fäden in der Hand hält. Der Schule entstehen für das Projekt keine Kosten. Die Werkstatt Zukunft wird  vom  Entwicklungsministerium und der Bingo-Stiftung  unterstützt.

Für die Aufzeichnung, zu der auch der Schulchor zwei Songs beisteuerte, verwandelte sich die Aula der IGS in ein großes Fernsehstudio. Als Experten stellten sich Anne Kress vom Weltladen Oldenburg, Friedensfachkraft Rita Taphorn, Umweltheldin Rebekka Polster, Migrationsberater Jan Fomboh und Schulleiter Carsten Kliegelhöfer den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Außerdem wurde Deutschlehrer Thierno Ousmane Sow aus dem Senegal zugeschaltet, der  erst im August einige Tage an der IGS erlebt hatte und für den „globales Lernen wichtig ist, um Zusammenhänge zu verstehen“. Das Ziel müsse ein friedliches Zusammenleben sein, auf dem Weg dahin sei multimediales Lernen wichtig, um gleiche Voraussetzungen für alle Beteiligten zu schaffen.

Rita Taphorn hält die Schule für den Ort, an dem man lernen kann, in einer Demokratie zu leben, ohne Gewalt auszuüben. Dazu gehöre Mut, sich einzusetzen, den man aber beispielsweise an der IGS als Streitschlichter  aufbringen könne. Im Superheldenanzug tritt Rebekka Polster auf, um  für die Umwelt zu arbeiten. Sie will damit Aufmerksamkeit wecken, aber auch Menschen motivieren, etwas für die Umwelt zu tun. „Dann sind sie nämlich auch Umwelthelden“. Den Wert der Bildung für die Integration betonte Jan Fomboh. Der Kameruner kam als Student nach Deutschland, lernte die Sprache, studierte und versteht, „wie man Integration besser hinkriegt“. Für Schulleiter Carsten Kliegelhöfer ist „Bildung der Schlüssel, um seinen persönlichen Lebensweg gestalten zu können“.

Das Projekt an der Wardenburger  IGS kam durch einen Kontakt  zwischen Barthel Pester und dem Schulleiter zustande. Der riesige Beifall am Ende der Aufzeichnung  zeigte allen Beteiligten, dass die Idee gut angekommen war. Carsten Kliegelhöfers Fazit: „Wir haben als Schule viel Wissen geschenkt bekommen“.

Nicht überall in Afrika gibt es Giraffen

Ein Projekt im achten Jahrgang beschäftigt sich mit globaler Bildung und Gerechtigkeit

„Gibt es in Ghana Giraffen?“, fragt Friederike Alts die Schülerinnen und Schüler. Klar, denken viele, Ghana liegt in Afrika, da muss es doch Giraffen geben. „Nein, die gibt es in Ghana nicht“, sagt Friederike, die ein Jahr in Ghana gelebt hat. „Und in dem ganzen Land gibt es auch nur fünf Löwen“. Dafür gibt es dort aber ein sehr gutes und zuverlässiges Mobilfunknetz – „WLAN hat in Ghana kaum jemand, die mobilen Daten sind in Ghana sehr günstig.“

Das eigene Weltbild in Frage stellen, mit Klischees über fremde Länder und Kulturen aufräumen, über Ungerechtigkeiten in der Welt aufklären – darum ging es zwei Tage lang im achten Jahrgang in dem Projekt „Eine Welt – eine Zukunft: Bildung gegen Armut und Hunger“. Organisiert wurden die Workshops von der „Werkstatt Zukunft“, einem Projekt der Medienbildung mit besonderem Fokus auf Umwelt, Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit.

Und auch in der Küche unserer Schule war einiges los: Hier kochte Anne Kress mit den Schülerinnen und Schülern. Auf dem Speiseplan stand unter anderem Apfel-Falafel: „Wir verbinden hier Rezepte aus fernen Ländern mit einheimischen und saisonalen Produkten; Äpfel gibt es hier ja jetzt im Oktober massenhaft. So erweitern wir mit exotischen Rezepten den Horizont und verwenden gleichzeitig Obst aus der Region.“ Anne engagiert sich unter anderem im Oldenburger Eine-Welt-Laden – und so war natürlich auch das Kichererbsenmehl für das Falafel aus fairem Handel.

Dass es gerade im Welthandel oft nicht fair zugeht, erarbeiteten sich die Achtklässlerinnen und Achtklässler bei Friederike Alts am Beispiel Kakao. „Das ist ungerecht!“, riefen einige Schülerinnen und Schüler spontan in die Klasse. Sie hatten gerade herausgefunden, dass von einer Tafel Schololade, die einen Euro kostet, ungefähr 50 Cent an den Supermarkt gehen – aber nur knapp sieben Cent bei den Kakaobauern in Ghana ankommen.

Das Projekt geht nach den Ferien noch weiter: Am Dienstag, dem 7. November, gibt es eine Podiumsdiskussion mit einigen der Referentinnen und Referenten zum Thema „Eine Welt – eine Zukunft. Bildung gegen Armut und Hunger“. Moderiert wird die Veranstaltung dann von Schülerinnen und Schülern aus dem achten Jahrgang der IGS Am Everkamp.

IGS Wardenburg bietet vier Stellen für „Bufdis“

Die Integrierte Gesamtschule am Everkamp möchte ihre gute Schülerbetreuung noch verbessern und hat deshalb vier Stellen für Frauen und Männer ausgeschrieben, die Bundesfreiwilligendienst leisten möchten. Bewerbungen  sind ab sofort bei der Wardenburger Schule möglich. „Eine Ausbildung ist nicht nötig, Interesse und Spaß an der Arbeit mit Kindern sind wichtig“, sagt Schulleiter Carsten Kliegelhöfer, der mit Bundesfreiwilligendienstleistern (Bufdis) bisher gute Erfahrungen gemacht hat und sie deshalb an der IGS einsetzen möchte. Er ist Ansprechpartner für Interessenten, die sich telefonisch (04407-71740) oder per E-Mail (schule@igs-am-everkamp.de) an ihn wenden können.

Die Bufdis sollen die Schule  in den Bereichen Integration, Kinder- und Jugendhilfe, Jugendbildung und  Jugendarbeit sowie im Sport unterstützen. Dahinter verbirgt sich die Tätigkeit im Schulsport, im Ganztagsbereich und in der Inklusion. Das kann beispielsweise die aktive Gestaltung von Pausen sein, die Begleitung im Unterricht, die Betreuung bei Klassenfahrten, Unterrichtsgängen oder Tagesausflügen sowie die Betreuung der Schulbibliothek. Zur Unterstützung im Ganztagsbereich kann das Anbieten eigener Arbeitsgemeinschaften gehören.  Auch in der Inklusion gibt es Möglichkeiten der Mitwirkung, die Gestaltung und Pflege des Schulgartens ist ebenfalls möglich.

Das Spektrum an der IGS ist also breit gefächert. „Es ist interessant für alle Menschen ab 18 Jahren, die Interesse an der Arbeit mit Jugendlichen haben“ sagt Carsten Kliegelhöfer über die Voraussetzungen  für die Interessenten, die sich ab sofort auf die Stellen an der IGS bewerben können. Für die freiwillige Tätigkeit an der Schule, die einem normalen Arbeitstag entspricht, gibt es ein monatliches Taschengeld und ein kostenloses Mittagessen. Außerdem gibt es unschätzbare Erfahrungen in einem sozialen Bereich, den jeder zwar durch die eigene Schulzeit kennt, den er aber in dieser Funktion aus einer ganz anderen Warte kennenlernen kann. Die Tätigkeit in der IGS bietet sich auch für junge Frauen und Männer an, die einen Beruf in der Erziehung und Bildung anstreben und sich hier  selber erproben wollen. Abwechslung und viele neue Erfahrungen gibt es an der IGS mit ihren knapp 400 Schülerinnen und Schüler in den Klassen 5 bis 10 auf jeden Fall. In den Ferien haben die Bufdis übrigens auch frei.

Der Bundesfreiwilligendienst wurde nach dem Aussetzen der Wehrpflicht im Juli 2011 eingeführt als Angebot an Frauen und Männer jedes Alters, sich für das Allgemeinwohl zu engagieren – im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder im Bereich des Sports, der Integration sowie im Zivil- und Katastrophenschutz. Häufig übernehmen junge Leute solche Stellen, die praktische Erfahrungen und Einblicke in die Berufswelt gewinnen wollen. Nähere Informationen zum Bundesfreiwilligendienst und  den Stellen an der Wardenburger IGS gibt es auch über die Homepage der Bundeseinrichtung (www.bundesfreiwilligendienst.de).


Es summt und brummt im Bauerngarten

Die Bienen-AG kümmert sich um zwei junge Völker

Von Ida Grotelüschen (7b), Lea Wennekamp (8a) und Adrian Endrikat (8b)

„Wenn man sich frisch die Haare gewaschen hat und nach Blumen duftet, muss man sich nicht wundern, wenn einem die IGS-Schulbienen hinterherfliegen“, sagt Emma aus der Klasse 7b. „Bienen können sehr gut riechen.“ Emma nimmt an der Bienen-AG von Frau Reichert-Lewioda teil.

In der IGS am Everkamp wohnen zwei junge Bienenvölker im Bauerngarten, sie freuen sich über die heimischen Pflanzen und Bäume hier. Jetzt im frühen Herbst ist die AG damit beschäftigt, die Bienen für den Winter aufzufüttern. Die Schülerinnen und Schüler ziehen sich die weißen Imkerblousons an. Die sehen so ähnlich aus wie Astronautenanzüge, haben ein Netz vor dem Gesicht, durch das man durchsehen kann – und Handschuhe sollte man auch tragen.

Dann öffnen sie den Bienenstock. Es summt bedrohlich, überall schwirren Bienen herum. Jetzt kommt der „Smoker“ zum Einsatz. Er sieht aus wie eine Art Kanne und ist mit qualmender Eierpappe gefüllt; der Rauch beruhigt die Insekten. Dann wird ein mit Wachs ausgekleideter Kasten aus dem Bienenstock genommen, der dann mit Futtersirup gefüllt und wieder eingesetzt wird.

„Im Winter bilden die Bienen eine Bienentraube, um sich warm zu halten. Dabei sitzen die Bienen nah aneinander, schlagen mit den Flügeln und produzieren so Wärme“, sagt Frau Reichert-Lewioda. „Die Bienen lagern den Sirup wie Honig in ihren Waben ein und haben so genug für den Winter zu fressen.“

Und wie ist Frau Reichert-Lewioda auf die Idee mit der Bienen-AG gekommen? „Ich liebe Honig“, sagt sie, hat von einer Freundin gehört, dass man so etwas an der Schule anbieten könnte – und hat einen Imkerkurs belegt. Und nach der Corona-Pause geht es nun wieder richtig los.

Noch sind die Völker zu jung und zu klein, es gibt noch wenig Wachs und Honig zu ernten – aber im nächsten Jahr ist die Bienen-AG dann auch wieder auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. Das Wachs wird dann zu Tüchern und Kerzen verarbeitet – und zu Pfotenwachs: Das schützt Hundepfoten im Winter vor Rissen durch Salz. Eine Spezialität ist auch das „Imkerkaugummi“: Es besteht einfach aus Honig und Wachs. Bienen verschließen ihre Honigwaben mit Wachs, und wenn man das Wachs abkratzt, bleibt ein bisschen Honig daran hängen – und das kann man dann einfach in den Mund stecken. Lecker!


Das Bienengedicht

Von Lea Wennekamp, Klasse 8a

Die IGS stellt den Bienen ein Nest,

das ist für sie ein Fest.

Der Imkeranzug für den Schutz,

damit die Biene uns nicht stechen muss.

Wenn die Bienen dir am Leibe fliegen,

musst du wohl nach Süßem riechen.

Fleißig am Tage

füllen sie ihre Wabe.

In den frühen Abendstunden

fliegen sie ihre letzten Runden.

Im Winter kuscheln sie ganz nah

und halten sich mit den Flügeln warm

Passt auf alle Bienen auf,

denn sie haben ganz schön was drauf!


Wege der Erinnerung

Deutsch-polnische Begegnung in Schlesien

Was für eine Unterkunft – mit Jugendherberge hat das nichts zu tun! So dachten wir, eine Gruppe von Schüler*innen des neunten und zehnten Jahrgangs, als wir nach einer langen Zugfahrt in Morawa im Südwesten von Polen ankamen. Auf einem ehemaligen Gutshof trafen wir uns mit polnischen Schüler*innen zum Seminar „Wege der Erinnerung“, das vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk gefördert wurde.

In den großzügigen Zimmern mit alten Möbeln konnten wir uns lebhaft die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg vorstellen, in der Frau Melitta Sallai hier auf dem Gut ihre Kindheit verbracht hatte. Am Ende des Kriegs mit ihrer Familie geflüchtet, lebt sie heute wieder in ihrem Elternhaus und hat es sich zum Ziel gemacht, jungen Leuten einen Ort der Begegnung zu bieten. Ein Gespräch mit ihr über ihr abwechslungsreiches Leben gehört zu den Highlights unserer Woche.

Darüber hinaus haben wir das ehemalige Konzentrationslager Groß-Rosen besucht und konnten dort u.a. den Steinbruch sehen, in dem die Gefangenen arbeiten mussten. Auch gab es eine rekonstruierte Baracke, so dass man sich ihre Lebensumstände besser vorstellen konnte. Es war erstaunlich, wie klein die Betten waren, in denen sie zeitweise sogar zu dritt geschlafen haben. Was uns nachdenklich gemacht hat war, dass die Gefangenen nicht ihre persönlichen Sachen behalten durften. Zwar gab es Schränke, in die sie etwas legen konnten – aber sie besaßen gar nichts, höchstens eine Schüssel und einen Löffel für das Essen. Private Briefe mussten nach dem Lesen vernichtet werden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den deutsch-polnischen Beziehungen und der Versöhnung nach dem Krieg. In dem Ort Kreisau haben wir erfahren, wie mühsam dieser Weg war und ist. Ein Beispiel: Der deutsche Bundeskanzler Willy Brandt kniete 1970 spontan vor dem Denkmal für die Helden des Warschauer Ghettos nieder. Für die Deutschen war dies eine klare Bekennung. Für die Polen hingegen war es nur eine halbherzige Entschuldigung, denn sie galt ihrer Meinung nach nur den Jüdinnen und Juden, nicht aber den Polinnen und Polen, die ebenfalls unbeschreiblich stark unter dem Nazi-Regime gelitten hatten.

Neben diesen intensiven Themen gab es aber auch Lagerfeuer, Musik und den Druck von T-Shirts als Erinnerung an die gemeinsame Zeit. Am letzten Tag waren wir in Breslau. Hier mussten wir in kleinen Gruppen unterschiedliche Aufgaben bewältigen, z.B. Fotos mit den Breslauer Zwergen machen und ihre Geschichte herausfinden oder einen Kurzfilm mit den schönsten Sehenswürdigkeiten drehen. Die Stadt mit ihren bunten Häusern hat uns super gefallen. Wir kommen gern noch einmal wieder!


IGS beim Sommerlauf dabei

Bammel vor der Strecke? Die hatte Greta Eggert nicht. Die Schülerin aus der 5b der Integrierten Gesamtschule am Everkamp  legte sogar noch einen echten Endspurt auf die Straße und fühlte sich eigentlich nicht so richtig kaputt. „Es war toll“, sagte sie direkt nach dem Schülerlauf über anderthalb Kilometer, der auf dem Sportplatz gestartet wurde und  direkt vor der Schule endete. 40  Jungen und Mädchen der IGS beteiligten sich  an diesem Wettbewerb, der zum Programm des Wardenburger Sommerlaufs gehörte. Lehrerin Melanie Rabe habe in der Klasse 5b gefragt, wer mitmachen wolle, da habe sie sich gemeldet, meinte Greta, die zum ersten Mal auf die Laufstrecke ging. Eigentlich tanzt sie nämlich lieber, außerdem möchte sie bald die Sportart Parkour machen, bei der es gilt, Hindernisse zu überwinden.

„So richtiges Training konnten wir nicht machen, dafür ist es gut gelaufen“, freute sich Melanie Rabe über die Leistung der Jungen und Mädchen zu denen auch Charlie Menezla gehörte, der schon zum dritten Mal mitlief. „Ich bin fit, ich schaffe das ganz gut“, war sich der Achternmeerer schon vor dem Lauf sicher. Für den Siebtklässler, der mit der Nummer 1871 an den Start ging, war der Lauf eine Art Konditionstraining, denn vor dem Laufen steht bei ihm Fußball an erster Stelle.

Mehr als 60 Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrerinnen und Lehrer kamen am ersten Sonntag im September freiwillig zu Schule, um in einem der Läufe zu starten. Die meisten waren beim Schülerlauf dabei, die anderen liefen die 5-Kilometer-Strecke über den Huntedeich. Sportlehrer Ralf von der Assen und mehrere Kolleginnen und Kollegen organisierten die Vergabe der Startnummern, das Verteilen der einheitlichen IGS-Leibchen und die Einteilung der  Jungen und Mädchen. Das Startgeld für die IGS-Läuferinnen und -Läufer übernahmen Schule und Förderverein.

Ralf von der Assen freute sich über die breite Beteiligung und das Engagement. Denn „eigentlich ist der Termin so relativ kurz nach den Sommerferien für uns als Schule ungünstig“, meinte der Sportlehrer. Vor den Ferien  habe man gezielt Ausdauertraining im Sportunterricht gemacht, aber nach Schulbeginn sei die Zeit zum Auffrischen doch etwas knapp gewesen.  Doch alle IGS-Läuferinnen und Läufer hielten durch und bekamen im Ziel ihre Medaille für die Teilnahme am Wardenburger Sommerlauf, für den sich die Schule in ein großes Läuferlager verwandelte.

Vor der IGS gab es Verpflegungsstände,  eine Hüpfburg, Startlisten und die Anmeldung, die Aula war zum Läufercafé umfunktioniert, in der Mensa  war Kuchenverkauf, auch der Schulkiosk war geöffnet. An diesem Sonntag im September herrschte an der IGS fast mehr Trubel als an einem normalen Schultag. So wird es vermutlich im nächsten Jahr wieder sein, und dann werden erneut viele Jungen und Mädchen an einem Sonntag gerne zur Schule gehen.


Besuch aus dem Senegal an der IGS Am Everkamp

Seit mehr als zwei Jahren kennen sich Französischlehrerin Berit Pleitner von der Integrierten Gesamtschule am Everkamp in Wardenburg und ihr Kollege, Deutschlehrer Thierno Ousmane Sow, vom Lycée de Kounoune in Rufisque im Senegal – bisher allerdings nur virtuell. Sie haben Informationen ausgetauscht und in ihrem Unterricht verwendet.  „Ich habe von ihm Videos und Fotos erhalten, wenn ich mich im Französischunterricht mit dem Senegal beschäftigt habe“, sagt Berit Pleitner über den Kontakt, den der Senegalese kurz vor Corona über die Partnerschulbörse der Kultusministerkonferenz hergestellt hat. Seit einigen Tagen kennen sich beide persönlich, der Deutschlehrer aus dem westafrikanischen Land hat sogar einige Tage in den Betrieb der Wardenburger Schule hineingeschnuppert.

Kurz vor dem Ende der Ferien trudelte die Nachricht auf Berit Pleitners Smartphone ein, dass Thierno Ousmane Sow in Deutschland sei, und ob man sich treffen könne. Sie lud ihn gleich nach Oldenburg ein, zeigte ihm Land und Leute und natürlich ihre Schule, in der der Senegalese quasi als Praktikant den Alltag in der letzten Ferienwoche erlebte.

Die Besprechungen für das neue Schuljahr nach den großen Ferien „habe ich toll gefunden“, sagt der Deutschlehrer aus dem Senegal. Dass alle Lehrer eines Jahrgangs  als Team zusammenarbeiten, kennt er von seiner Schule nicht, dort gibt es eher eine Fachorientierung. „Hier kann man sich gemeinsam  verbessern“, sieht er Vorteile  der Organisation an der IGS. „Sehr cool“ fand er die  Wanderung des Kollegiums mit anschließendem Grillen. „Da geht man mit viel Energie ins neue Schuljahr“.

Thierno Ousmane Sow lebt in Rufisque ganz in der Nähe der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Der 38-Jährige ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter. Deutschlehrer ist er geworden, weil sein älterer Bruder und auch seine Schwester Deutsch gelernt haben. „So konnten sie mir helfen“, sagt er, denn als er nach der mittleren Reife zwei Sprachen fürs Gymnasium auswählen musste, „habe ich mich an meinen Geschwistern orientiert.

In Deutschland ist der Pädagoge seit Anfang Juli. Er nahm an einer Fortbildung  zum Thema nachhaltige Entwicklung im Unterricht teil, die vom Goethe-Institut in Schwäbisch-Hall angeboten wurde. Nach deren Ende beantragte er eine Verlängerung seines Aufenthalts  für Berlin. Dort war er in einer Organisation gegen Alltagsrassismus  tätig.

„Ich fühle mich daheim“, sagt Thierno Ousmane Sow, der praktisch Teil  der Familie Pleitner ist, über den Aufenthalt in Wardenburg. „Absolut faszinierend“ findet Berit Pleitner die Begegnung mit ihrem Kollegen. „Es ist eben doch etwas ganz anderes, Menschen persönlich zu erleben, als nur auf Fotos zu sehen. Ich bin sehr froh, dass wir uns getroffen haben.“ Natürlich wird Thierno an den ersten beiden Schultagen mit ihr in den Französischunterricht kommen und dort viel über sein Heimatland erzählen, denn es geht um mehr als nur die Sprache. So wird es im Herbst Projekttage zur Nachhaltigkeit an der IGS geben, zu denen auch Impulse per Video aus Rufisque kommen werden. Der Aufenthalt des Lehrers aus dem Senegal in Deutschland endet Anfang September. Aber Thierno Ousmane Sow fände es sehr schön, einmal Schülerinnen und Schüler aus Wardenburg in seiner Heimat   zu begrüßen.


Entlassungsfeier an der IGS Am Everkamp

„Die IGS – kann ich nur empfehlen“, sagt Marek Drake. Er muss es wissen, denn nach sechs Jahren verlässt er  die Integrierte Gesamtschule am Everkamp mit einem Abschluss und wird versuchen, sein Fachabitur zu machen. Er ist schick in Schale, denn gleich gibt es in der großen Entlassungsfeier das Zeugnis. „Noch bin ich nicht aufgeregt“, sagt er  und macht sich auf den Weg in die Aula. Ähnlich positiv bewertet Marika Ineken aus Ahlhorn ihre Zeit an der IGS. Sie ist von einem Gymnasium nach Wardenburg gewechselt. „Es waren gute Jahre“, sagt sie  und nennt als nächste Etappe die einjährige Berufsfachschule in Oldenburg. 80 Jungen und Mädchen aus den Klassen 9 und 10 erhielten ein Zeugnis. Ohne Abschluss blieb keiner, 35 Schülerinnen und Schüler werden ihre Schullaufbahn in einer Oberstufe fortsetzen.

Schulleiter Carsten Kliegelhöfer verglich die Schulzeit der Jungen und Mädchen mit einem Tennisspiel. „Ihr habt Großartiges geleistet, auch wenn manchmal der Coach fehlte, der Platz gesperrt  war oder Doppel nicht erlaubt“, spielte er auf die Einschränkungen durch Corona an. „Ihr habt diese Herausforderung gemeistert“, sagte er und zitierte den amerikanischen Tennisspieler Arthur Ashe: „Erfolg ist eine Reise, kein Ziel. Der Weg dorthin ist meistens wichtiger, als das, was dabei herauskommt.“

Für den Landkreis als Schulträger bescheinigte der stellvertretende Landrat Hajo Suhr (CDU) den Schülerinnen und Schülern, dass sie ein großes Lebensziel erreicht hätten und nun ein neues Kapitel aufschlagen könnten. „Sie haben hier gute Grundlagen und ein stabiles Fundament erworben“.

„Seid wachsam und aufmerksam. Und denkt nach. Es kann nicht schaden“, gab Katharina Muhle den Neuntklässlern mit, die die IGS verlassen. Auf die Jungen und Mädchen warte eine phantastische Zeit, wichtig sei,  selbstständig und erwachsen zu werden.

Für den Jahrgangsleiter der zehnten Klassen, Rainer Wilhelms, war  es ein komischer Gedanke, „dass nach sechs gemeinsamen Jahren im nächsten Schuljahr nicht mehr hier seid“. Er forderte die Schülerinnen und Schüler auf, „denen da draußen zu zeigen, dass ihr es drauf habt.“ Danach gab es dann Glückwünsche, die Zeugnisse, eine Rose und ein Klassenfoto für jeden der Absolventen. Eine besondere Ehrung erhielten Mieke Kolbe und Ole Wenker, die jeweils den besten Erweiterten Sekundarabschluss I geschafft hatten.

„Wir können stolz sein“, sagte Schüler Ahmed Öztürk in seiner Dankesrede. Die Zukunft sei vielleicht ungewiss, aber er glaube, dass  man sich bei späteren Treffen gerne und gut an die gemeinsame Schulzeit erinnern werde.

Musikalisch begleitet wurde die Feier – wie an der IGS am Everkamp üblich – von der Schulband, die riesigen Beifall für ihre Songs einheimste.

Mit den Jungen und Mädchen, die die IGS verlassen, freuten sich auch viele Eltern, die zu der Feier gekommen waren. Sascha und Sandra Reil, deren Tochter Janna nun ein Berufsvorbereitungsjahr besuchen wird, „würden die Schule jederzeit weiterempfehlen. Es ist toll, dass die Schülerinnen und Schüler hier Eigeninitiative entwickeln müssen beim Lernen und nicht alles hingeworfen bekommen“, lobt Sascha Reil den Ansatz der Schule.


IGS Wardenburg braucht Oberstufe

Thore Güldner (SPD) spricht mit Schulleitung

Seine eigenen Erfahrungen mit Schule haben den SPD-Landtagsabgeordneten Thore Güldner aus Dötlingen bewogen, sich  dem Bildungsbereich zuzuwenden. Als Mitglied des Kultusausschusses im Landtag in Hannover und als Kreistagsmitglied im Landkreis Oldenburg kann er Einfluss nehmen, braucht aber dafür Kontakt mit Praktikern und Informationen direkt aus den Schulen. Die holte er sich nun in der Integrierten Gesamtschule am Everkamp in Wardenburg, der einzigen IGS im Landkreis Oldenburg. Sie  liegt dem Sozialdemokraten besonders am Herzen, denn seine Partei hat maßgeblich mit dafür gesorgt, dass es diese Schulform seit mehr als zehn Jahren in Wardenburg gibt. „Ich finde den integrativen Ansatz grundsätzlich richtig“, sagte Güldner, der sich mit Schulleiter Carsten Kliegelhöfer, dessen Stellvertreterin Manon von Seggern und der Didaktischen Leiterin Michaela Fenske über Ziele, Zukunft und Wünsche der IGS austauschte.

Denn an der Schule tut sich etwas. Es herrscht Aufbruchstimmung nach dem Wechsel in der Schulleitung, die ersten Schritte werden mit der Ausweitung und Veränderung des Ganztagsangebotes gemacht. „Wir haben jeden Stein umgedreht und viele Dinge gefunden, die wir ändern wollen und müssen“, sagte Schulleiter Carsten Kliegelhöfer. Doch das größte Problem sei ein strukturelles:  „Uns fehlt eine Oberstufe“. Denn immer wieder höre er von Eltern, dass sie ihr Kind nicht anmeldeten, weil es nach der 10. Klasse die Schule wechseln müsse, um das Abitur machen zu können. „Viele Eltern melden ihre Kinder deshalb nicht bei uns an“. Damit fand er bei Thore Güldner offene Ohren, der bekannte, dass man schon lange über das Thema diskutiere und dieser Schritt für die Zukunft der Schule sehr wichtig sei. Auf Landesebene habe die Regierung bekräftigt, dass die Integrierten Gesamtschulen eine Oberstufe haben müssten, „sonst wäre das Konzept ja nicht zu Ende gedacht“.

Doch gibt es laut Kliegelhöfer weitere Probleme, die man angehen müsse: Viele Menschen in und um Wardenburg wüssten zu wenig über Unterricht und Organisation in der IGS und könnten sich nicht vorstellen, dass es dort Fördern und Fordern ebenso wie am Gymnasium und  an der Oberschule gebe. Außerdem müsse die Schule sich stärker profilieren, beispielsweise durch neue Schulzweige wie Musikangebote oder sportliche Fördermöglichkeiten. Geplant sei außerdem eine Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut Bremen in Sachen Robotik und IT, die von Michaela Fenske betreut wird. „Wir haben viel zu tun, aber wir haben auch engagierte Kolleginnen und Kollegen, die mitziehen“, ist der Schulleiter zuversichtlich, dass der eingeschlagene Weg die Schule weiterbringt.

Thore Güldner nahm viele Anregungen und Wünsche mit, bestärkte aber auch die Schulleitung, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. „Ich finde es sehr beeindruckend, wie sehr Sie sich Gedanken über die Zukunft der Schule gemacht haben“, sagt er zum Abschied.


Das Runde muss ins Eckige

Neuntklässlerinnen und Neuntklässler gestalten im Matheunterricht Pralinenschachteln

Von der Online-Redaktion. Bilder: Jelte Böttjer (10a)

Das Problem: Runde Pralinen sollen in einer Schachtel verpackt werden. Eigentlich ja nicht schwierig, aber schick sollte die Verpackung auch noch sein: „Wir wollten keine standardmäßige Pralinenschachtel entwickeln, liegende Quader waren tabu. Die Schülerinnen und Schüler sollten etwas Raffinierteres entwerfen“, sagt Melanie Klahre, Mathelehrerin und Fachleiterin Mathematik an der IGS Am Everkamp.

Und eigentlich geht es auch gar nicht um Süßkram, erläutert Klahre: Es geht darum, den Rauminhalt und die Oberfläche von mathematischen Körpern zu berechnen. Und das ist bei Quadern ziemlich einfach, bei anderen Formen aber nicht. Die Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse arbeiteten also mit der Formelsammlung, um Pyramiden und Kegel in der passenden Größe zu gestalten – und manche Gruppe verband auch mehrere Formen miteinander. Und dann waren die Pralinen auch noch rund, also kugelförmig – was die Berechnung des Platzbedarfes weiter verkomplizierte.

Die Gruppe von Kilian Oberdiek aus der 9a entschied sich für einen Zylinder. „Dann haben wir berechnet, wie wir am wenigsten Luft in die Verpackung bekommen. Anschließend haben wir als Test erste Papiermodelle gebastelt und festgestellt, dass man ein bisschen Extraplatz zum Rand der Verpackung braucht. Ansonsten klemmen die Pralinen in der Packung fest und man bekommt sie nicht heraus.“

Melanie Klahre ist sich sicher, dass man auf diese Art ein besseres Verständnis von der Volumen- und Oberflächenberechnung entwickelt: „Nur Modelle aus Plexiglas zum Angucken mitzubringen, ist doch etwas langweilig und oberflächlich. So setzen sich die Schülerinnen und Schüler viel tiefgreifender mit dem Problem auseinander.“

Letizia Ibert aus der 9a und ihre Gruppe haben zunächst einmal über die Form ihrer Packung diskutiert, die Herzform lag zunächst gut im Rennen – schließlich entschieden sie sich aber für ein Sechs-Eck-Prisma und berechneten Volumen und Oberfläche. 93 Prozent des Platzes in ihrer Verpackung nehmen nun die Pralinen ein, sieben Prozent sind Luft; auch ihre Gruppe hatte festgestellt, dass die Kugeln nicht zu fest in der Verpackung sitzen dürfen, damit man sie herausbekommt. „Uns hat es unheimlich viel Spaß gemacht“, sagt Letizia, „das Ausprobieren war super.“ Und auch Kilian fand die Idee toll: „Mir gefiel, dass wir zusätzlich zur Mathematik auch etwas Handwerkliches gemacht haben.“

Bei dem einmaligen Experiment soll es dann auch nicht bleiben: Auf der nächsten Fach-Dienstbesprechung möchte Klahre anregen, dass die Berechnung und Gestaltung einer Pralinenschachtel als Ersatzleistung für eine Klausur im neunten Jahrgang angerechnet wird.


Finanzspritze der LZO für IGS-Schulgarten

Dort, wo früher ein Parkplatz war und buntes Blech für Farbe sorgte, blühen jetzt Blumen, wachsen Sträucher, verschiedene Gräser und Früchte. Hohe Eichen spenden Schatten. Direkt neben der Integrierten Gesamtschule Am Everkamp in Wardenburg ist ein Schulgarten entstanden, dem man ansieht, dass Lehrer Bert Brauser und seine AG aus dem 6. Jahrgang sowie der Wahlpflichtkurs aus dem 8. Jahrgang und auch viele Eltern reichlich Arbeit in das Projekt gesteckt haben. Als Anerkennung und damit die Arbeit weitergehen kann, gab es nun  eine Finanzspritze von der Landessparkasse zu Oldenburg, die der Wardenburger Filialleiter Stefan Dähne überbrachte. Er war übrigens selber Schüler an der Everkampschule und sichtlich begeistert vom Projekt „Grünes Klassenzimmer“.

Das Geld, 500 Euro,  stammt aus den  Mitteln des LzO-Lotteriespiels „Sparen+Gewinnen“ und ist für ökologische Schulprojekte gedacht. Für die „Umweltkümmerei“ konnten sich Schulen aus dem Gebiet der LZO bewerben. Damit sollten Vorhaben aus dem Umwelt- und Klimaschutz ermöglicht werden.

Diese Chance ließ sich Bert Brauser nicht entgehen und bewarb sich für die Wardenburger IGS. „Als Mitmachgarten, Lern- und Wohlfühlort soll dieser Garten ein Ort der Begegnungen werden. Schüler sollen sich durch das Tun mit dem Garten identifizieren. So wollen wir uns auch zeigen und demnächst Tage der offenen Tür und der Begegnungen initiieren. Benötigt werden Samen und Samenmischungen für den Gemüseanbau (Naschgarten, Koch-Kurs) und den Wildwiesenbereichen als auch für die Staudenanzucht. Wildstauden zur Animpfung und Vermehrung werden benötigt, auch Anzuchterden, Komposterden, Schredder, Bewässerungstropfschläuche und Tauchpumpe. Die Schüler arbeiten dabei projektartig.“ So beschrieb der Biologie-Lehrer die Ziele und Wünsche, die durch die Hilfe der LZO nun noch besser realisiert werden können.

„Ihr seid der erste Jahrgang, mit dem ich hier nach Corona wieder angefangen habe, es blühen zu lassen. Wir haben etwas geschafft“, war der Lehrer stolz auf seine Schülerinnen und Schüler. Doch es gibt noch viele weitere Einzelprojekte, die noch anstehen. Sei es die Reparatur eines Standkorbs oder der Bau von Bienenstöcken  und von Bänken für das grüne Klassenzimmer.

 „Wir wollen gerne helfen, so ein grünes Klassenzimmer ist wichtig und auch innovativ“, bekräftigte Stefan Dähne, der sichtlich beindruckt vom Engagement der Schülerinnen und Schüler und ihres Lehrers war. Ähnlich ging es dem neuen Schulleiter Carsten Kliegelhöfer, der voll des Lobes über den Schulgarten und die blühende Fülle war. Und die Hilfe der LZO komme da genau zum richtigen Zeitpunkt. Er habe die Erfahrung gemacht, dass die Betriebe auch offen für die Arbeit an der Wardenburger IGS seien.


Neue Mensa-Betreiber und neuer Ganztag

„Die Schülerinnen und Schüler sollen wieder Lust haben, lange hier in der Schule zu bleiben“, sagt Carsten Kliegelhöfer, Leiter der Integrierten Gesamtschule Am Everkamp in Wardenburg.  Und dazu gehören mindestens zwei Dinge. Ein gutes Nachmittagsangebot mit interessanten Arbeitsgemeinschaften und natürlich ein leckeres Mittagessen in der Mensa der Schule. Beide Voraussetzungen sind nun geschaffen. Die Mensa wird künftig wie schon der Kiosk in der Schule von Edeka-Stanke in Hundsmühlen betrieben, und das Ganztagsangebot der Schule hat Koordinator Ralf von der Assen so erweitert, dass die Jungen und Mädchen an den drei AG-Tagen aus 30 Arbeitsgemeinschaften auswählen können.

Dass die Schulverpflegung künftig aus der Gemeinde kommt, hat auch mit den beiden Jungen von Susann und Claas Stanke zu tun, die die IGS besuchen. Weil es keinen Caterer an der Schule mehr gab, „haben wir ihnen erst Fünf-Minuten-Terrinen mitgegeben, später auch noch eine Thermoskanne, damit sie heißes Wasser zum Anrichten hatten“, berichtet Claas Stanke. „Aber als Eltern wünscht man sich, dass die Kinder ein gesundes Essen bekommen“, sagt Susann Stanke. Die Kaufleute nahmen schließlich Kontakt zur Schule auf.

Bildtext: Vor dem Kiosk der IGS Am Everkamp (von links): Nicole Kornetzki von Landkreis, Schulleiter Carsten Kliegelhöfer, Koordinator Ralf von der Assen, Claas und Susann Stanke. Bild: IGS 

 „Wir sind zwar kein Caterer, aber wir könnten das mit unserem Markt organisieren“, erläutert Claas Stanke den Hintergrund. Denn das Geschäft in Hundsmühlen wird umgebaut, erhält eine neue Fleischerei, einen Kochbereich und einen neuen Koch. „Der sagt, er kriegt das mit der Schulmensa hin“, so Stanke. Und die Beschäftigten in der Mensa werden in den Schulferien im Markt in Hundsmühlen eingesetzt. Für die Abrechnung der Mensaverpflegung soll ein Chip- oder Kartensystem aufgebaut werden, sodass die Kinder in der Schule nicht mit Bargeld hantieren müssen.

Froh darüber, dass nun bald wieder  Betrieb in der Schulmensa herrscht, ist auch Nicole Kornetzki, stellvertretende Leiterin des Schulamtes beim Landkreis Oldenburg. Der Schulträger hatte den Mensabetrieb erfolglos ausgeschrieben. Da kam die Anfrage der Stankes gerade recht, man war sich schnell einig.

Gleichzeitig baut die Schule ihr Ganztagsangebot um. Alle Schülerinnen und Schüler der IGS haben Dienstagnachmittags Unterricht. Dazu kommen nun drei Tage, an denen Arbeitsgemeinschaften angeboten werden. Schulleiter Carsten Kliegelhöfer rechnet damit, dass an den vier Tagen durchschnittlich  rund 100 Essen über den Mensatresen gehen werden.

Aus rund 30 Arbeitsgemeinschaften, dreimal so viel wie bisher, könnten die Jungen und Mädchen auswählen, sagt Koordinator Ralf von der Assen. Tennis, Basketball oder die Jugendleitercard organisiert die Schule ebenso wie eine Bienen-AG, Theater, Band, Rollenspiele oder Plattdeutsch. Kooperationspartner sind der Wardenburger Tennisclub, die Tanzschule New Revolution aus Sandkrug, der SV Moslesfehn, die Evangelische Kirche mit ihrer Sozialraumarbeit, die Johanniter und die Volkshochschule. Hinzu kommen gymnasiale Angebote wie Latein, „Jugend debattiert“ oder eine vertiefende AG Naturwissenschaften. Auch Kooperationen mit der Letheschule oder der Grundschule sind geplant.

Übrigens sind die beiden Jungen der Stankes mit der Wardenburger Schule zufrieden, die die Eltern ganz bewusst gewählt haben, weil ihnen das Konzept gefällt. „Wir haben noch nie Klagen von ihnen gehört“, sagen Susann und Claas Stanke.


Klassenfahrt nach Clemenswerth: Spaß am Schloss

Von Chayenne Gramberg und Ida Grotelüschen (beide Klasse 6b)

40 Sechstklässler sitzen im Kreis um die Feuerschale, es wird langsam dunkel. Man macht es sich mit Decken auf Baumstämmen gemütlich, viele der Schülerinnen und Schüler halten Marshmallows in die Glut. „Mein Highlight war, die Marshmallows im Feuer zu grillen. Eigentlich mag ich die gar nicht, aber ich fand es toll, sie an andere zu verteilen – auch Frau Block und Frau Botterbrodt bekamen welche ab“, freut sich Chayenne aus der 6b.

Der sechste Jahrgang fuhr vom 24. bis zum 26. Mai nach Sögel in die Jugendherberge Marstall Clemenswerth, gleich um die Ecke vom Schloss. Dort waren die meisten in Drei-Bett-Zimmern untergebracht. Insgesamt sind ungefähr 60 Schülerinnen und Schüler mitgefahren.

Der sechste Jahrgang fuhr vom 24. bis zum 26. Mai nach Sögel in die Jugendherberge Marstall Clemenswerth, gleich um die Ecke vom Schloss. Dort waren die meisten in Drei-Bett-Zimmern untergebracht. Insgesamt sind ungefähr 60 Schülerinnen und Schüler mitgefahren.

„Mein anderes Highlight war der Spieleabend in der Allee auf dem Weg zum Schloss“, meint Ida Grotelüschen aus der 6b. „Wir haben Gruppenspiele gespielt und lustige Challenges gemacht. Unter anderem haben wir Liederraten gespielt. Bei einem anderen Spiel musste eine Person einen Gegenstand zeichnen und die anderen mussten erraten, was die Zeichnung darstellen soll.“ Und Chayenne ergänzt: „Ich musste eine Mülltonne zeichnen und habe es nicht hinbekommen. Die anderen dachten, das ist ein Haus oder ein Handy.“ Eine weitere Challenge bestand darin, eine Wasserflasche so lange am gestreckten Arm zu halten, wie es nur ging. Gewonnen hat dann eine Gruppe namens „die Zuckerzitronen“.

Chayenne gefiel auch die Umgebung. „Ich finde den Garten der Jugendherberge und den Wald daneben toll. Die Atmosphäre dort war einfach sehr schön. Und das Essen war auch lecker. Jetzt freue ich mich auf die nächste Klassenfahrt, vielleicht geht‘s auf eine der Inseln.“


Wege zur Erinnerung

Nach dem ersten Besuch von Schülerinnen und Schülern unserer Partnerschule aus Mięzyrzecz (Polen) im Februar war allen klar: Wir wollen uns wiedersehn! Entsprechend groß ist nun die Freude, dass das Deutsch-Polnische Jugendwerk dem Antrag auf Förderung des Projektes „Wege zur Erinnerung“ stattgegeben hat. Es ermöglicht uns damit den Rückbesuch im kommenden September, nur sechs Monate nach unserem ersten Treffen. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge neun und zehn werden sich gemeinsam mit den Polinnen und Polen auf Spurensuche begeben und die deutsch-polnischen Beziehungen in Geschichte und Gegenwart untersuchen. Auf dem Programm steht neben einem Besuch in Breslau sowie in der Gedenkstätte Groß-Rosen auch die Begegnung mit einer polnischen Autorin.


Zur ersten Orientierung eine Lilie falten

Der Zukunftstag ermöglicht dem 7. Jahrgang erste Einblicke in die Berufswelt

Von Florian Wolf

„Endlich konnte der Zukunftstag für den siebten Jahrgang wieder so stattfinden wie vor Corona“, freut sich Michaela Fenske, didaktische Leiterin und Berufsorientierungsbeauftrage der IGS Am Everkamp. Jede Schülerin und jeder Schüler besuchte am Vormittag des 27. April drei Wardenburger Betriebe aus unterschiedlichen Gewerken – und sammelte so erste Eindrücke der Arbeitswelt.

In manchen Unternehmen konnten dabei erste praktische Erfahrungen gemacht werden: „Im Wardenburger Hof wurde uns eine Falttechnik für Servietten gezeigt; wer es richtig machte, hatte am Ende eine Lilie gefaltet“, sagt Schulsozialarbeiter Rainer Strauß, der sich auch in der Berufsorientierung engagiert.

Im Vorfeld des Zukunftstages wurden die Interessen der Schülerinnen und Schüler abgefragt. Im Anschluss wurden dann Wardenburger Betriebe kontaktiert; die Betriebe müssen fußläufig von der Schule aus erreichbar sein. Die Klassenlehrkräfte sammelten dann in ihren Klassen Fragen, die man in den besuchten Betrieben stellen sollte: Was verdiene ich in diesem Beruf? Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen? Wie sind die Arbeitszeiten? Und am Zukunftstag besuchte dann jede Siebtklässlerin und jeder Siebtklässler die drei Betriebe.

„Wir stellen so sehr früh Kontakt zwischen den Jugendlichen und potentiellen Arbeitgebern her. Die Schülerinnen und Schüler gehen auf den Betrieb zu, sprechen selbstständig mit Mitarbeitern und knüpfen erste Kontakte. Der Zukunftstag dient so der Vorbereitung auf das erste Praktikum im achten Jahrgang – und auch auf die Berufsorientierungsmesse Vocatium. Dort müssen die Schülerinnen und Schüler dann komplett selbstständig auf die Betriebe zugehen“, ergänzt Fenske.

Und das ist noch nicht alles: Zur Berufsorientierung gehört im November für den achten Jahrgang auch ein berufspraktisches Orientierungsangebot, bei dem Betriebe in die Schule kommen und ihr Berufsbild vorstellen. Und im Februar 2024 gibt es eine Ausbildungs- und Wirtschaftsmesse für die ganze Schule und Umgebung.

„Wir bedanken uns herzlich bei allen Betrieben, die uns bei der Berufsorientierung unterstützen und am Zukunftstag Plätze für unsere Schülerinnen und Schüler anbieten“, sagt Fenske. 13 Betriebe waren diesmal dabei: Salon Bremer, der Wardenburger Hof, Warnken Pflanzencenter, Janzen GmbH, die Lethe Apotheke, Kornkraft, die Kindertagesstätte Wardenburg, die LzO, die Polizei, PHL, Eggersmann GmbH, Stadt.Land.Grün und die Hartmann Maschinen- und Metallbau GmbH. Aus organisatorischen Gründen konnte die Gemeinde Wardenburg in diesem Jahr leider nicht dabei sein. 


Das Mathe-Känguru hüpft bei uns vorbei

Schülerinnen und Schüler nehmen an internationalem Mathewettbewerb teil

Von der Online-Redaktion

Am 16. März schwitzten weltweit Millionen Schülerinnen und Schüler alle über denselben Aufgaben: Es war wieder Zeit für den Känguru-Wettbewerb. Auch unsere Gesamtschule nahm daran teil, und nun haben die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse bekommen.

Der Känguru-Wettbewerb ist ein Internationaler Wettstreit, dessen Ziel es ist, Mathematik beliebter und populärer zu machen. Er heißt so, weil er in Australien entwickelt wurde. Das Ziel ist es, neben der höchsten Punktzahl so viele Aufgaben wie möglich hintereinander richtig zu haben. Das nennt sich dann Känguru-Sprung.

Sieger des 5. Jahrgangs ist Johann Bartel aus der 5a, Gewinner der Gruppe vom 6. bis zum 10. Jahrgang ist Jonathan Klingberg aus der 8a, der auch noch den größten Känguru-Sprung hinlegte. Die beiden gewannen je einen Gutschein für die Wardenburger Eisdiele, und für den größten Känguru-Sprung gab es zusätzlich ein T-Shirt. Wir gratulieren den Gewinnern!


Mammuts, Ochsen und Steinzeitjäger

Von Anouk Pätzold, Klasse 5b

Unser fünfter Jahrgang hat Steinzeitplakate gemalt. Die Plakate sind etwa einen Meter groß und erinnern an die Höhlenmalereien der Steinzeitmenschen. Mammuts, Ochsen, Steinzeitjäger und Höhlenlöwen sind darauf zu sehen. Diese Kunstaufgabe gehört zum Themenplan „Altsteinzeit“.

Wir haben mit Ölkreide gezeichnet. Die Farben waren Dunkelrot, Braun, Dunkel- und Hellbraun, Weiß und Gelb. Außerdem haben wir noch mit Kohle gemalt. Es hat ungefähr drei Tage gedauert, die Tiere zu zeichnen und auszumalen. Besonders viel Spaß hat es mir gemacht, die Tiere auszumalen. 


Plattdüütsch Lääswettstriet des Landkreises Oldenburg an der IGS Am Everkamp

Plattdeutsch regierte am 11. Mai nachmittags an der Integrierten Gesamtschule am Everkamp, die seit einem Jahr Modellschule für die Vermittlung dieser Sprache ist und an der es mittlerweile eine Plattdeutsch-AG gibt. 33 Jungen und Mädchen aus 15 Schulen im Landkreis Oldenburg beteiligten sich am „Plattdüütsch Lääswettstriet“, dessen Kreisentscheid in Wardenburg über die Bühne ging. Organisator Ralf von der Assen, waschechter Ostfriese aus der Nähe von Rechtsupweg, freute sich über das große Interesse, denn zuletzt hatte es den Wettbewerb 2019  gegeben.

Mit dabei war die zehnjährige Anastasia Savenko von der Grundschule in Wardenburg Hohenfelde, die vor einem Jahr aus der Ukraine nach Deutschland gekommen ist. Sie war neugierig auf die plattdeutsche Sprache, lernte und übte zu Hause und qualifizierte sich mit der Geschichte über „De Abenteuers van Kalle un Murphy“ für den Kreisentscheid. Dass sie es nicht auf einen der ersten drei Plätze in ihrer Altersgruppe schaffte, war für sie eine Enttäuschung, aber die Jury  hatte es in der Altersgruppe  der Viertklässler der Grundschulen nicht leicht, und es war eine enge Entscheidung. Gewinner in dieser Gruppe wurde Claas Albers aus Bookholzberg, der die witzige Geschichte von Frau Quatscheviel vortrug und die meisten Punkte einheimste.

Lesetechnik, Betonung und Aussprache, freies Lesen, das Lesetempo und auch die Angemessenheit des Textes waren Elemente, die in die Bewertung einflossen. Mimik, Gestik, Satzmelodie und Aussprache spielten ebenfalls eine Rolle. „Es geht natürlich auch um einen Gesamteindruck, den man mitnimmt“, beschrieb Jury-Mitglied Ernst-August Bode, worauf er achtete. „Die meisten haben das ganz flüssig gemacht“, urteilte er nach der Leserunde.

Ein buntes Programm überbrückte die Zeit bis zur Siegerehrung in der Eingangshalle der IGS. Der IGS-Chor sang natürlich auf Platt „Ick mutt gor nix“ und ein Lied von Amy Winehouse. Der Wahlpflichtkurs „Darstellendes Spiel“ zeigt zwei Sketche. Und für die Stärkung und einen Betrag zur Finanzierung des Nachmittags sorgte der Förderverein der IGS mit einem Kaffee- und Kuchenstand.

In seiner Begrüßung musste IGS-Schulleiter  Carsten Kliegelhöfer gestehen, dass er Platt wohl verstehen könne, es aber mit dem Sprechen nicht so weit her sei. Und Schirmherr Landrat Christian Pundt meinte, sein südoldenburger Platt sei in Wardenburg vielleicht ungewohnt, deshalb überreichte er lieber die Medaillen, die Urkunden und die Gutscheine für ein Schreibwarengeschäft.

In der Gruppe A (Grundschulen, 3.Klasse) siegte Theo Meißner vor Johann Stolle und Frederik Höfel. Claas Albers siegte in der Gruppe B (Grundschulen, 4. Klasse) vor Jannis Rathkamp und Nele Busch. In Gruppe C (5. Und 6. Klasse) lag Insa Loebe vor Emily Bäcker und Ida Grotelüschen (IGS am Everkamp), in Gruppe D (7. Und 8. Klasse) gewann Klara Flenker vor Melina Schön und Norwin Sonntag (IGS am Everkamp) und in der Gruppe E (9.Klasse bis Abitur) lag Hendrik Hellmers vor Sina Martens (IGS am Everkamp).

In zwei Jahren werde es den nächsten Lääswettstriet an der IGS geben, kündigte Ralf von der Assen an, der die Organisation wieder übernehmen wird. Seinem Vorgänger in dieser Funktion, Johann Strudthoff aus Wildeshausen, dankte er für die geleistete Arbeit und viele gute Tipps mit einem Präsent.


Mit Plattdeutsch in die Zukunft

Kreisentscheid des 23. plattdeutschen Lesewettbewerbs findet an der IGS statt

Von der Online-Redaktion. Bilder: Jelte Böttjer

„Plattdeutsch ist eine Art Muttersprache für mich. Meine Familie lebt seit Generationen in der Region, und meine Großeltern sprechen fast nur platt“, sagt Ida Helene Grotelüschen aus der Klasse 6b. Sie hat in der Klassenstufe 5/6 den plattdeutschen Vorlesewettbewerb an unserer Schule gewonnen, der von der Oldenburgischen Landschaft organisiert wird. „Ich wollte da aus Spaß einfach mal mitmachen“, dachte sie sich. Das Ganze artete dann allerdings doch in Arbeit aus, denn Ida hatte zwar schon viel Platt gesprochen, aber noch nie ein plattdeutsches Buch gelesen. „Das krieg ich nie hin!“, dachte sie dann anfangs. Aber mit ihrer Mutter wählte sie eine lustige Geschichte auf platt aus, und dann machte ihr das Üben Spaß.

Welche Geschichte das ist, darf hier nicht verraten werden, denn Ida tritt mit dem Text nun auch in der nächsten Runde an: Beim Kreisentscheid des „Lääswettstriet 2023“, der am 11. Mai in der IGS Am Everkamp stattfindet. Neben Ida sind von unserer Schule noch Norwin Sonntag (Klassenstufe 7/8) und Sina Martens (Klassenstufe 9/10) dabei.

„35 Schülerinnen und Schüler treten dann – verteilt auf fünf Altersgruppen – gegeneinander an. Sie kommen von insgesamt 15 Schulen aus dem ganzen Landkreis Oldenburg“, sagt Lehrer Ralf von der Assen, der den Wettstreit an unserer Schule organisiert und koordiniert. Insgesamt rechnet er bei der Veranstaltung mit etwa 60 bis 100 Gästen.

Seit diesem Jahr bietet er eine Plattdeutsch-AG an. Und er spricht Platt aus Leidenschaft: „Ich komme aus Ostfriesland, und da gehört das Plattdeutsche einfach mit zum Alltag.“ Er findet es schade, dass die Sprache eine ganze Zeitlang verpönt war: Eltern sprachen zwar miteinander noch Platt, aber mit den Kindern wurde ausschließlich Hochdeutsch gesprochen. „Der Kontakt zum Plattdeutschen lief dann für viele Kinder eher über die Großeltern“, sagt er.

Mittlerweile hat sich die Einstellung gegenüber dieser Regionalsprache aber gewandelt, sagt von der Assen: „Die Regionalsprache Plattdeutsch wird vom Land Niedersachsen stark gefördert“, berichtet er – und auf sein Betreiben hin ist die IGS Am Everkamp nun seit einem Jahr Modellschule für die Vermittlung dieser Sprache.

Und mit dem Kreisentscheid an unserer Schule ist der „Lääswettstriet 2023“ noch nicht zu Ende: Die Siegerinnen und Sieger nehmen dann anschließend am „Oldenburg-Entscheid“ am 2. Juni im ehemaligen Oldenburgischen Landtag teil.


Neues Leben im Schulgarten der IGS

Norwin ackert. Im wahrsten Sinn des Wortes. Die Schweißperlen laufen über das Gesicht. Immer wieder  sticht er mit dem Spaten Grassoden ab, löst sie vom Untergrund,  hebt sie ab und wirft sie in die Schubkarre.  Der 14-Jährige ist Schüler der Integrierten Gesamtschule am Everkamp in Wardenburg. Er steht am schulfreien Samstag  im Bauerngarten der Schule und findet das ganz in Ordnung so. „Das ist zwar ‘ne Knüppelarbeit, aber sonst hätte ich vermutlich vor dem Laptop gesessen“, sagt Norwin, nimmt die Schubkarre und fährt die Ladung auf den Haufen am Rande des Gartens. Unterdessen  holt seine Mutter Vanessa Sonntag mit einer Handschaufel Blumenzwiebeln und Kräuter aus dem noch zugewachsenen Beet. Als nur noch der Mutterboden zu sehen ist, schnappt sich Lehrer Bert Brauser die Fräse und geht durch die dunkle Erde. Er hat die Eltern der Jahrgänge 6 und 8 eingeladen, um wieder Grund in den Bauerngarten der Schule zu bekommen.

Nach zwei Jahren Corona sind viele Beete zugewachsen. Das grüne Klassenzimmer der IGS soll wieder ein Schmuckstück werden. Dafür braucht man viele Mitstreiter, und die hat Bert Brauser bei diesem Einsatz. Es geht darum, wieder Grund in den Garten zu bekommen, damit der Wahlpflichtkurs „Bauerngarten“ aus dem achten Jahrgang und die Arbeitsgemeinschaft aus den 6. Klassen es ein wenig einfacher haben und im Sommer wieder alles blüht. Beete mit Erdbeeren, ein Kräutergarten, Blumen- und Staudenbeete und Beerensträucher sollen im Schulgarten entstehen. „Es soll ein Wohlfühlgarten sein, in dem es auch von der Hand in den Mund geht“, beschreibt Bert Brauser seine Ideen, zu denen auch ein Schattengarten gehört, der dann als grünes Klassenzimmer dienen soll.

Zustimmung für diese Ideen gibt es von Vanessa Sonntag. Sie findet das Projekt unterstützenswert und toll, denn sie glaubt, dass die nächsten Generationen so erfahren können, wie etwas angebaut wird. Deshalb war es keine Frage, mitzumachen, als die Mail der Klassenlehrerin für dieses Projekt eintrudelte.

Ähnlich sieht es Mareike Polster aus Wardenburg, die mit ihrer Tochter Lara Erdbeeren aus einem anderen Beet „rettet“. „Man kann nicht früh genug anfangen, Kinder in die Natur zu bringen“, sagt sie. Außerdem mag sie die Schule und steht hinter dem Konzept der Integrierten Gesamtschule. Lara  war die Antreiberin, sie hat ihre Mutter mit zu diesem Einsatz in den Schulgarten „geschleppt“.

Allen macht es Laune, mit anzupacken. „So etwas gehört zum Schulleben dazu“, findet Bert Brauser, der noch weitere Einsätze im Schulgarten plant. Es geht um schnacken, arbeiten, Tee und Kaffee trinken, die Natur zu erleben und gemeinsam etwas anzupacken.

„Ist da jemand, der noch an mich glaubt?“

Polnische und deutsche Schülerinnen und Schüler erarbeiten Theaterstück

„Ist da jemand, der noch an mich glaubt?“ singen Lena, Ilona und Jasmin eindringlich, „und der mir den Schatten von der Seele nimmt?“ Alle Zuschauer*innen verstehen, dass sie den Song von Adel Tawil auf die jüdischen Waisenkinder im Warschauer Getto beziehen, die im Jahr 1942 von den Nazis in das Konzentrationslager Treblinka deportiert wurden. Und auf den Leiter des Heims, in dem die Kinder lebten, den Arzt und Pädagogen Janusz Korczak.

Korczak hatte eine damals ungewohnte Art, auf Kinder zu schauen. Sie sollten nicht von Erwachsenen gesteuert werden, sondern selbst über ihr Handeln entscheiden dürfen, fand er. Sein Buch über Kinderrechte ist bis heute viel beachtet. Als das Waisenhaus geräumt wurde, ging er, obwohl er hätte fliehen können, mit ‚seinen‘ Kindern in den Tod.

Mit dieser eindrucksvollen Biografie setzten sich zehn Schüler*innen der IGS und zwölf Schüler*innen aus Mięzyrzecz in Polen eine Woche lang auseinander. Fünf Tage lang probten sie in den Räumlichkeiten des Vereins Jugendkulturarbeit in Oldenburg Gesang und Schauspiel. Ihr selbst verfasstes Stück präsentierten sie schließlich dem 6. Jahrgangs der IGS. Neben dem Inhalt, der unter die Haut ging, war es auch die Zweisprachigkeit des Stücks, die die Zuschauer*innen beeindruckte. „Sie hat das Lied fließend gesungen und wir haben alles gut verstanden, obwohl sie Polin ist!“, lobt Ida aus der 6b die Sängerin Lena.

Für die Teilnehmer*innen an dem Projekt war neben dem Inhalt auch das gegenseitige Kennenlernen eine bereichernde Erfahrung. „Wir möchten gern einmal nach Polen fahren, um Blanca zu besuchen“, sagen Sumaia und Jasmin über ihre neue polnische Freundin. Die beiden Lehrerinnen Katharina Melloh und Berit Pleitner, die das Projekt begleitet haben, freuen sich über die positive Resonanz – und überlegen bereits gemeinsam mit den polnische Kolleg*innen, wie die Kooperation fortgeführt werden kann.


IGS begrüßt Carsten Kliegelhöfer

„Ja, ich bin 2,10 Meter groß und mein Hobby ist Basketball“, sagt Carsten Kliegelhöfer, der in seinem blauen Hoodie gar nicht wie ein Schulleiter aussieht, aber seit dem 4. April offiziell neuer Leiter der Integrierten Gesamtschule am Everkamp in Wardenburg ist. Er steht in der Pausenhalle auf der Bühne zum ersten Mal vor fast allen Schülerinnen und Schülern, die den „Neuen“ endlich kennenlernen wollen.

Aus der Schülervertretung sei die Idee gekommen, den neuen Schulleiter gemeinsam zu begrüßen, berichten die Schülersprecher Felix Wirth und Linus Thörner, die den neuen „Chef“ herzlich willkommen heißen und ihm einen Apfelbaum und ein wenig schokoladige Nervennahrung überreichen.

 „Meine Bürotür steht offen“, versprach Carsten Kliegelhöfer den Schülerinnen und Schülern. Wenn es Probleme und Sorgen gebe, könne man ihn ansprechen. Er sei an eine tolle Schule mit tollen Menschen gekommen, sein erster Eindruck sei „wunderbar“. „Ich freue mich auf die nächsten Jahre, die wir hier zusammen verbringen dürfen“, sagte der Pädagoge, der sich über den Empfang sichtlich freute.

Ein musikalisches Programm hatten Arne Fleischhut und Katharina Melloh mit der Schulband vorbereitet. Songs  wie Dance Monkey,  Kunstfreiheit, Back to Black und Creep erklangen zu Beginn und zum Ende der kleinen Vorstellungsrunde, nach der dann auch die Fragen beantwortet waren, die laut Manon von Seggern, stellvertretende Schulleiterin, immer wieder aufgekommen waren: Wie ist denn der Neue, wie sieht der aus? 


Trotz allem gibt es Hoffnung

Theaterstück zum Ukrainekrieg in der IGS Am Everkamp aufgeführt

Sirenengeheul, Explosionen, die von Bomben aufgerissene Fassade eines Wohnblocks. Eine junge Frau mit olivgrünem Rucksack irrt umher, setzt sich, trinkt einen Schluck Wasser. Sie findet eine Gitarre und beginnt „Bella Ciao“ zu spielen. Ein nervöser alter Mann kommt dazu und hält ihr ein Foto hin: „Hast du meine Enkelin gesehen? Sie heißt Tanja und ist fünf Jahre alt.“ „Lass mich in Ruhe, ich will mit der Welt da draußen nichts mehr zu tun haben“, herrscht die junge Frau ihn an.

Die Nerven liegen blank zu Beginn des Theaterstücks „Walzer ins Nirgendwo“ von Antonio Umberto Riccò. Das Stück spielt nicht ausdrücklich in der Ukraine – aber vieles erinnert an den russischen Angriffskrieg und an die Bilder aus Kiew und anderen ukrainischen Städten. Das „Theater in der List“ aus Hannover hat es nun in der IGS Am Everkamp vor den Schülerinnen und Schülern des neunten und zehnten Jahrgangs aufgeführt. Organisiert hatte den Auftritt Dr. Berit Pleitner, Fachbereichsleiterin für Gesellschaftslehre an der IGS Am Everkamp.

Nach und nach entfalten sich vor dem Publikum die Familiengeschichten der jungen Frau namens Lotta (Marie-Madeleine Krause) und von Alexander (Willi Schlüter). Sie ist schwanger, ihr Freund kämpft an der Front. „Ich habe Angst, diesem Kind das Leben zu schenken“, sagt sie – und das Gefühl von Verzweiflung teilt sie mit Alexander. Langsam kommen die beiden miteinander ins Gespräch. Alexanders Tochter wird vermisst, sie ist wahrscheinlich tot, ums Leben gekommen bei einem Bombenangriff. Er kümmert sich nun allein um seine Enkelin, und nach der jüngsten Attacke wird nun auch sie vermisst.

Einen kurzen Trost spendet Lotta und Alexander immer wieder die Musik, schließlich tanzen sie sogar einen Walzer: „Wir tanzen gegen den Krieg in unseren Köpfen“, sagt Alexander vor dem Bild einer Wiese mit blauen Kornblumen – die sich dann aber langsam blutrot färben und das Paar so zurück in die höllische Gegenwart holen.

Aber trotz allem endet „Walzer ins Nirgendwo“ nicht ganz ohne Hoffnung. „Opa, wo bist du?“, ruft eine Stimme aus dem Off; Alexander und seine Enkelin haben sich wieder. Und dann verlässt auch die junge Frau die Bühne und geht ihnen hinterher – und es wirkt so, als habe sich hier in den Wirren des Krieges eine neue Familie gefunden.

Die Schülerinnen und Schüler hörten gebannt zu, am Ende gab es viel Applaus für die Darstellerin und den Darsteller. Sydney aus der Klasse 10 a sagt: „Die Songs waren toll. Und das Ende hat mir sehr gut gefallen. Am Anfang waren die Personen wegen des Krieges verzweifelt und allein, am Schluss halten sie dann aber doch zusammen.“ Und Frieda aus der 10 b meint: „Es waren nur zwei Personen in dem Stück – aber es hat überhaupt nichts gefehlt.“


Liebe Schulgemeinschaft,

auf diesem Wege möchte ich mich bei Ihnen und euch als neuer Schulleiter der IGS Am Everkamp vorstellen.

Mein Name ist Carsten Kliegelhöfer, ich bin 49 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder im Alter von 19 und 17 Jahren. Ich wohne in Varel direkt am Jadebusen.


Vor meinem Wechsel an die IGS Am Everkamp war ich siebeneinhalb Jahre für das Regionale Landesamt für Schule und Bildung in Osnabrück als Schulrat für die Wesermarsch und den Landkreis Oldenburg zuständig.

Zuvor war ich unter anderem als Förderschulrektor an der Pestalozzischule in Varel tätig.

Der themenplanbasierende Ansatz, Lernen selbstgesteuert unter Anleitung zu erlernen, sowie die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis Klasse 10 begleiten und fördern zu können, machen die Gesamtschule Am Everkamp in Wardenburg einzigartig in der Schullandschaft des Landkreises Oldenburg.

In den nächsten Jahren möchte ich meinen Beitrag dazu leisten, dass dieses Alleinstellungsmerkmal weiter ausgebaut wird und die Schule gut für die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft gerüstet ist. Dabei steht besonders die weitere Qualitätsentwicklung der Schule, die Erweiterung des gymnasialen Angebotes und die mögliche Schaffung einer Oberstufe im Fokus.

Ich freue mich auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Herzliche Grüße

Carsten Kliegelhöfer

Gesamtschuldirektor

Spaß und Informationen am Tag der offenen Tür

Obstsalat schnippeln, ein kleines Spanisch-Quiz lösen, sportliche Spiele in der Turnhalle: Die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule hatten sich einiges einfallen lassen, um die Besucherinnen und Besucher am Tag der offenen Tür am 22. März zu unterhalten. Und während die Viertklässlerinnen und Viertklässler durch die Sporthalle tobten oder einen Blick in den Bauerngarten warfen, informierten sich ihre Eltern über Lernentwicklungsberichte und die Arbeit mit dem Themenplan.

Bei Führungen durch die Schule konnte man einen Blick hinter die Kulissen werfen, und wer sich von all dem Trubel kurz erholen wollte, konnte bei Kaffee und Kuchen in der Aula der Schulband lauschen. Die kommissarische Schulleiterin Manon von Seggern und die Didaktische Leiterin Michaela Fenske freuten sich über die zahlreichen Gäste: „Es ist toll, dass so viele Besucherinnen und Besucher Interesse an unserer Arbeit haben und sich die Zeit genommen haben, sich über unsere Schule zu informieren.“

Im Folgenden haben wir euch einen Imagefilm und eine Powerpoint Präsentation über unsere Schule zusammengestellt:

Imagefilm des Jahrgangs gelb

Die Würde der Opfer steht im Mittelpunkt

Aktionen zum Holocaust-Gedenktag an unserer Schule

Von Jarik Rüger, Nils Reske und Jelte Böttcher (Online-Redaktion)

Seit 1996 wird der 27. Januar als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ begangen. Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. Über eine Million Menschen waren dort von den Nationalsozialisten ermordet worden; etwa 90 Prozent von ihnen waren Juden. An dieses Datum wurde auch in diesem Jahr wieder in unserer Schule erinnert.

Selma aus der 8a hat sich künstlerisch mit den Krankenmorden in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen auseinandergesetzt. „Ich habe eine Patientin gezeichnet, die auf Hilfe hofft, nachdem sie gemerkt hat, was in Wehnen wirklich passiert“, sagt Selma. „Holt mich hier raus!“, hat sie ihrer gezeichneten Figur in den Mund gelegt – und „Was machen die Ärzte mit mir?“ Rund 1500 Menschen wurden in der Zeit des Nationalsozialismus in Wehnen umgebracht.

Etwa 35 Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Frau Pleitner waren an den Aktionen zum Gedenktag beteiligt. Seit dem Dezember 2022 liefen die Vorbereitungen. „Die Schülerinnen und Schüler sollten sich selbst überlegen, was sie interessiert“, sagt Frau Pleitner. Und hier waren sie nicht auf die Zeit des Nationalsozialismus beschränkt: „Die Schülerinnen und Schüler sind der Frage nachgegangen, wann Menschen Opfer einer Ideologie geworden sind, die andere Menschen ausschließt und verfolgt. Die Erinnerung an die Opfer und ihre Würde sollte im Mittelpunkt stehen.“

Und so hat beispielsweise Fabian aus der 8a eine Bilderstrecke über die Todesopfer der aktuellen Protestwelle im Iran erstellt. Die Bilder wurden dann mit einem Beamer an eine Wand projiziert; dazu gehörten auch Texte im Instagram-Layout.

Eine weitere Gruppe fuhr zum Konzentrationslager Neuengamme. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich dort mit Akten von Gefangenen und Soldaten und bauten anschließend ein Modell des Konzentrationslagers. Und Letizia aus der 9a hat Gedichte aus Täter- und Opferperspektive verfasst und Plakate mit diesen Texten gestaltet. Weitere Gruppen beschäftigten sich mit dem Rechtsextremismus heute, Kriegsverbrechen im Japanisch-Chinesischen Krieg und der aktuellen Verfolgung und Unterdrückung von Oppositionellen in Ägypten.


Aus dem Schneematsch sprießen Frühlingsblumen

Von Ida Grotelüschen und Chayenne Gramberg (beide 6b), Online-Redaktion

Der Frühling ist da, zumindest im sechsten Jahrgang ist er schon angekommen: Im Rahmen des Themenplans „Leben mit den Jahreszeiten“ hat der Jahrgang aus einem Winterbild ein Sommer- oder Frühlingsbild gestaltet. Dazu benutzten die Schülerinnen und Schüler nur die Farben Blau, Gelb, Magentarot, Schwarz und Weiß aus dem Tuschkasten.

Liam van der Laan

Der Arbeitsauftrag war, eine Schwarz-Weiß-Kopie eines Bildes von Gabriele Münter mit dem Titel „Tauwetter im Dorf“ zu übermalen, um durch die Farben ein ganz anderes Bild zu gestalten.

Zuerst sollte man mit einem Bleistift verschiedenste Einzelheiten vorzeichnen, etwa Pflanzen, Tiere, Details der Häuser oder einen Teich. Dabei sollte man überlegen, welche Stellen welche Farben bekommen, wie man den Boden malt, welche Farben die Häuser haben sollen und wie der Himmel aussieht. Danach war der Auftrag, die benötigten Farben anzumischen und mit dem Malen des Bildes zu beginnen.

Chayenne Gramberg

Großer Andrang beim Kennenlerntag für Viertklässler und ihre Eltern

Wie wird mein Kind an der IGS unterrichtet und gefördert? Welche Lehrkräfte werden den nächsten fünften Jahrgang unterrichten? Was ist ein Lernentwicklungsbericht? Rund 100 Besucher nutzten den Kennenlerntag am 7. Februar, um sich über die IGS Am Everkamp zu informieren. Bei Kaffee, Waffeln und Kuchen kamen Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler schnell und zwanglos miteinander ins Gespräch. Daneben boten Zehntklässlerinnen und Zehntklässler Führungen durch die Schule an, und die Lehrkräfte hatten allerlei Spiele für die Viertklässlerinnen und Viertklässler organisiert.

Gestaltet hatten den Tag die Lehrkräfte des jetzigen zehnten Jahrgangs, die die künftigen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler unterrichten werden. Die kommissarische Schulleiterin Manon von Segggern und die Didaktische Leiterin Michaela Fenske waren sich einig: „Wir sind begeistert, dass so viele Eltern und ihre Kinder die Gelegenheit genutzt haben, sich über die IGS Am Everkamp zu informieren.“

Und wer nicht bei diesem Kennenlerntag dabei sein konnte, hat bald die nächste Gelegenheit, sich ein Bild von der Arbeit an unserer Schule zu machen: Am 22. März 2023 findet von 15 bis 18 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!


Bunker Valentin: eine Baustelle des Grauens

Von Jarik Rüger, Nils Reske und Jelte Böttjer (Online-Redaktion)

1600 Zwangsarbeiter kamen beim Bau der gewaltigen Bunkeranlage ums Leben: Am 18. Januar besuchte der zehnte Jahrgang den „Denkort Bunker Valentin“ in Bremen-Farge. Der Besuch fand im Rahmen des Themenplans „Vom Rassismus zum Totalitarismus“ statt. Unter unmenschlichen Bedingungen mussten bis zu 10 000 Zwangsarbeiter täglich Schwerstarbeit auf der Baustelle leisten.

Hitlers Kriegsmarine wollte in dem Bunker U-Boote im Fließbandverfahren fertigen. Dazu kam es nicht mehr: Ende März 1945 zerstörte ein Angriff der britischen Luftwaffe einen Teil des Bunkerdachs. Heute ist der Bunker ein Mahnmal gegen die Schrecken des Nationalsozialismus.

Während eines Seminars und einer Führung durch den Bunker erhielten die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler viele Informationen zu Einzelschicksalen von Zwangsarbeitern, zum Bunker und zu den umliegenden Gefangenen- und Arbeitslagern.

Zu den Zwangsarbeitern auf der Baustelle gehörten Menschen aus ganz Europa: sowjetische Kriegsgefangene, italienische Militärinternierte, KZ-Häftlinge und Insassen eines sogenannten Arbeitserziehungslagers der Gestapo in Bremen mussten für den Bau lebensgefährliche Arbeit leisten. Zahlreiche Arbeiter haben aufgrund der anstrengenden Arbeit, unzureichenden Versorgung und der schlechten Lebensbedingungen in den umliegenden Lagern nicht überlebt.


Zeit für Neues an der IGS

„Es hat mir immer wahnsinnigen Spaß gemacht, neue Dinge in die Schule zu bringen“, blickt Gernot Schmaeck, Leiter der IGS Am Everkamp, auf sein Berufsleben zurück. Ende Januar geht er nun in den Ruhestand.

Sein letztes Projekt ist ein Sonnensystem aus Styropor, das er mit Schülerinnen und Schülern gestaltet hat. Überhaupt ist das Bauen von Modellen eine Leidenschaft, die ihn seit Langem begleitet: „Ganz viel der großen Welt kann man so im Kleinen hier in die Schule holen. Modelle üben einfach eine große Faszination auf Schülerinnen und Schüler aus. Es ist ein erster Schritt aus dem Kinderzimmer in die reale Welt.“ Und so hat er in seiner naturwissenschaftlich-technischen Arbeitsgemeinschaft (Titel: „Ach So-AG“) mit dem Nachwuchs etwa an Infento-Automodellen geschraubt und eine große Modellbahnanlage gestaltet.

1992 trat er seine erste Stelle an der Orientierungsstufe auf Borkum an, und es ging gleich los mit den Innovationen: So führte er fächerübergreifenden Unterricht in den Naturwissenschaften ein, arbeitete an der Einführung der IT mit und bot eine Computer-AG an; hier ging es unter anderem um ganz frühe digitale Kommunikation mit den Schülerinnen und Schülern einer Schule in England.

Im Jahr 1995 wechselte er dann nach Oldenburg an die IGS Am Flötenteich. Dort baute er den Nawi-Fachbereich mit auf und war an der Einrichtung der Oberstufe beteiligt. Parallel unterrichtete er auch an der Oldenburger Helene-Lange-Schule und richtete auch dort ein Nawi-Profil ein. Schließlich übernahm der die didaktische Leitung am Flötenteich. „Und 2010 saß ich dann im Schulleitungsbüro, und der Dezernent fragte meinen Schulleiter, ob er jemanden wüsste, der eine Planungsgruppe für eine neue IGS in Wardenburg aufbauen wolle. Da habe ich zugegriffen, und aus der Planungsgruppe ergab sich dann schließlich der Schulleitungsposten.“

Nach zwölfeinhalb Jahren endet diese Zeit an unserer Schule nun. Und was hat er im Ruhestand vor? „Ich möchte einen Drohnenführerschein machen, um Fotos zu schießen und Filme zu drehen“, sagt er. Naturfotografie zählt ebenso zu seinen Hobbys wie Kajakfahren, Radfahren und Reisen – und er freut sich darauf, nun mehr Zeit für die Enkelkinder zu haben.

Ab dem 1. Februar leitet die bisherige stellvertretende Schulleiterin Frau von Seggern die IGS Am Everkamp zunächst kommissarisch. 


Ganz in Weiß

Fotos und Text von Alex Maschler (5b), Ida Grotelüschen (6b), Nils Reske (10c), Jarik Rüger (10c) und Jelte Böttjer (10a)

Es ist erstaunlich, was Gipsfiguren alles können: Sie können Ballett tanzen (Charlotte Brod, 10a), Rollstuhl-Basketball spielen (Robin Ripken, 10a) und Kampfsport machen (Mieke Kolbe, 10b). Und damit ist noch nicht Schluss: Sie strecken ein Bein akrobatisch senkrecht in die Luft (Karla Lückemeyer, 10a), machen Handstand (Jelle Lonsdorf, 10c) und biegen den Oberkörper waagerecht nach hinten (Kerrin Paustian, 10c).

Der zehnte Jahrgang hat im Rahmen des Themenplans „Menschendarstellung“ diese Kunstwerke modelliert. Zunächst wird Draht in die richtige Form gebogen, dann werden Baumwollstreifen in Gips getaucht und drumherum gewickelt, und zuletzt wird weiße Farbe aufgetragen. Und voilà – nun kann man die Figuren hier bestaunen!


Über 4000 Euro für die Ukraine erlaufen

Genau 4286,50 Euro haben unsere Schülerinnen und Schüler beim Sponsorenlauf für die Ukraine am 30. September erlaufen. „Das ist eine großartige Summe!“, freut sich Sebastian Seger, Vorsitzender des Vereins „Oldenburg hilft“. Sein Verein erhält das Geld und unterstützt damit die unter dem Krieg leidenden Ukrainer.

„Oldenburg hilft“ kauft für die Summe unter anderem Kleider, Medizin und Essen. „Heute etwa geht ein 40-Tonner mit Lebensmitteln in die Ukraine“, sagte er bei der kleinen Feierstunde am 17. November, bei der ihm ein Scheck im Riesenformat von Schülervertreterinnen und Schülervertretern überreicht wurde. Jede Woche schickt der Verein zwei bis drei LKW in die Ukraine. Zudem hat der Verein in Oldenburg 26 Immobilien gemietet und dort rund 250 Geflüchtete untergebracht. „Ihr könnt sehr, sehr stolz darauf sein, was ihr erreicht habt“, ergänzt er an die Adresse der Schülerinnen und Schüler – und hat für jede Läuferin und jeden Läufer als kleines Dankeschön ein Freundschaftsbändchen zur Erinnerung mitgebracht.


Klassenfahrt mit Waldgeistern

von Ida Grotelüschen und Chayenne Gramberg (beide Klasse 6b)

Grusel im herbstlichen Wald: Aus der grauen Baumrinde wächst ein Gesicht mit gefletschten Zähnen. „Das sind Waldgeister, die haben wir aus Ton an den Bäumen modelliert“, sagt Ida Grotelüschen aus der 6b. Die Zähne sind aus kleinen Stöckchen, die Nase ist ein Stein, und ein Blatt als Ohrring hängt auch noch dran. „Die Waldgeister waren für mich eins der Highlights unserer Klassenfahrt“, sagt die Sechstklässlerin.

Der ganze sechste Jahrgang fuhr kurz vor den Herbstferien für vier Tage nach Emden in die Jugendherberge. Für den Jahrgang war es die erste Klassenfahrt, die nach der Corona-Zwangspause nun wieder möglich war. Zum Programm gehörten auch eine Stadtführung, eine Kanutour, der Besuch in der Kunsthalle Emden, eine Hafenrundfahrt und Shopping-Ausflüge.

Und auch ein Beauty-Day war mit dabei. Chayenne Gramberg aus der 6b erinnert sich: „Beim Beauty-Day haben wir uns die Fingernägel lackiert, Gesichtsmasken aufgetragen und uns die Haare gemacht. Gefühlt war der ganze Jahrgang in einem Zimmer, auch viele der Jungs bekamen Nagellack und hatten Gesichtsmasken auf dem Kopf.“ Auch manche Lehrerinnen und ein Schulbegleiter machten mit. „Mit Gesichtsmasken rannten wir im Dunkeln dann lachend im Innenhof herum“, freut sich Chayenne.

Zu den tollsten Dingen gehörte für Ida auch die Nachtwanderung. „Wir liefen durch die Stadt und Wanderwege entlang. Dabei kamen wir auch an unseren Waldgeistern vorbei, die sahen im Dunkeln noch gruseliger als am Tag aus. Bei einem Pfad machten wir unsere Taschenlampen aus und liefen im Dunkeln den Weg entlang. Fast alle Schülerinnen und Schüler lachten dabei, aber ein paar Leute machten auch gruselige Geräusche. Leider waren unsere Nachtwanderung und auch die ganze Klassenfahrt dann viel zu schnell wieder vorbei.“


Kiosk

Die Firma Stanke startet ab sofort ihren Kioskbetrieb in den Pausen des Vormittages!

Schülerinnen und Schüler laufen für die Ukraine

Von Chayenne Gramberg, Ida Helene Grotelüschen (beide 6b), Jelte Böttjer (10a), Nils Reske und Jarik Rüger (beide 10c)

Russland überzieht die Ukraine mit Krieg. Viele Menschen in Deutschland möchten den Opfern helfen, auch unsere Schülerinnen und Schüler: „Die Jahrgangssprecher sind auf uns zugekommen und haben gesagt, wie wollen helfen“, sagt Frau Botterbrodt. Schnell kam die Idee eines Sponsorenlaufes auf, denn dann „machen alle mit, jeder hat etwas zu tun, es backen nicht nur einzelne Leute einen Kuchen.“ Frau Botterbrodt und Frau Karsten übernahmen die Organisation. Am Tag des Laufes, dem 30. September, sprang dann auch Herr Brauser mit ein, weil Frau Botterbrodt erkrankt war.

Eigentlich war es eine regnerische Woche, aber das Wetter am Lauftag war erstaunlich gut; die Waldwege waren trocken genug, und die Sonne blitzte durch die Bäume. Nach Jahrgängen geordnet, liefen die Schülerinnen und Schüler ihre 400 Meter langen Runden durch Gloysteins Fuhren, das Wäldchen vor unserer Schule. 45 Minuten hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils Zeit, möglichst viele Runden zu schaffen. Nach jeder Runde wurde die Laufkarte abgestempelt, und am Ende wurden dann die Stempel gezählt. Die Sponsorinnen und Sponsoren zahlten dann für jede Runde einen selbst festgelegten Betrag.

Und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Chayenne Gramberg aus der 6b etwa hat zehn Runden geschafft. Fünf Sponsorinnen und Sponsoren hatte sie gefunden – und ist so auf 90 Euro gekommen. Die Gesamtsumme der Einnahmen steht noch nicht fest, sagt Frau Botterbrodt, das Geld wird bis zum Beginn der Herbstferien noch eingesammelt. „Wir hoffen auf einen vierstelligen Betrag“, ist sie optimistisch.

Die Einnahmen werden der Aktion „Oldenburg hilft der Ukraine“ zugutekommen. Der Verein unterstützt die Opfer des Krieges unter anderem mit medizinischem Material und Lebensmitteln. Regelmäßig finden Transporte von Oldenburg nach Tscherwonohrad in der Ukraine statt, von wo die Hilfsgüter dann weiter in die Krisengebiete transportiert werden.

Auch vor dem Sponsorenlauf gab es schon Aktionen für die Ukraine: Die Klasse 6b beispielsweise hat vor den Sommerferien in den Pausen Waffeln, Muffins und Kuchen zugunsten der Opfer des Krieges in der Ukraine verkauft. Sie haben dadurch rund 200 Euro eingenommen; das Geld wurde bereits dem Aktionsbündnis „Oldenburg hilft der Ukraine“ zugeleitet.


Juniorwahl

Erststimme? Zweitstimme? Direktmandat? Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis 10 kennen sich inzwischen bestens damit aus. Innerhalb eines Jahres sind sowohl die Bundestagswahl als auch die Landtagswahl im Unterricht thematisiert worden. Es galt, Parteiprogramme und Wahlplakate zu analysieren und die Auftritte der Politiker und Politikerinnen in den Medien zu verfolgen.

Auch wenn Jugendliche unter 18 Jahren in Niedersachsen noch nicht wahlberechtigt sind, so können sie in der Schule dennoch eine Art Probelauf zur Landtagswahl absolvieren – denn die IGS nimmt regelmäßig an der deutschlandweit organisierten Juniorwahl teil. Die Wahlen werden dabei detailgenau simuliert – selbst die Stimmzettel sind die gleichen, die die Bürgerinnen und Bürger am 9. Oktober in Wardenburg erhalten.

Jeder Schuljahrgang bestimmt einen Wahlvorstand. Dieser führt die Wahllisten, stellt sicher, dass die Wahlen geheim ablaufen und zählt anschließend die Stimmen aus. Immer doppelt, manchmal auch dreifach, damit keine Fehler unterlaufen. Die Ergebnisse werden gemeinsam besprochen und natürlich mit den Wahlergebnissen der niedersächsischen Landtagwahl vom 9. Oktober verglichen. Wir sind gespannt!

Bilder: Die Wahlleiterin und Wahlleiter des Jahrgangs 8 bei der Stimmauszählung.


Fröhliches Gewusel und Spitzenplätze bei Faustballturnier

Von der Online-Redaktion

Der 23. Juni war ein heißer Sommertag in Brettorf – aber die Mühe hat sich gelohnt: Unsere Schule hat mehrere erste Plätze bei der Faustball-Bezirksmeisterschaft erreicht. Eine Mädchen-Mannschaft aus dem neunten Jahrgang kam auf die Spitzenposition; zu diesem Team gehörten Frauke Kröger, Lia Schröder, Chayenne Hindenburg und Annika Strub (alle Klasse 9b). „Dieses Team hat jetzt bereits zum zweiten Mal bei einem Turnier den ersten Platz belegt“, freut sich Sportlehrerin Melanie Rabe. Auch eine Mannschaft aus dem siebten Jahrgang kam auf diese Top-Position; zu dieser Mannschaft gehörten Clara Bald, Jarne Gallenkamp, Jole Jasper Butt, Jeremy Charaf und Ben Runge (alle 7c).

Insgesamt traten 20 Mannschaften gegeneinander an. Von unserer Schule waren sieben Mannschaften aus dem sechsten, siebten und neunten Jahrgang dabei. Und die Stimmung war von Anfang an gut: „Die Sechstklässler waren schon vor der Abfahrt unheimlich aufgeregt und haben vor dem Bus Angaben und Spielzüge geübt“, freut sich Frau Rabe. Und vor Ort in Brettorf herrschte dann ein fröhliches Gewusel: „Alle mussten selbstständig den Spielplan lesen und sich dann an den richtigen Spielfeldern einfinden. Das war gar nicht so einfach“, ergänzt sie. „Beim nächsten Mal sind wird wieder dabei“, verspricht Frau Rabe. Und es könnten sogar ruhig noch mehr Mannschaften aus unserer Schule antreten, findet sie: „Mein Traum ist ein voller Bus!“

Zum Abschied gibt’s eine Salami

Von Jelte Böttjer (9a), Nils Reske, Jarik Rüger, Nico Schole und Alyssa Wustlich (alle 9c)

Es hätte nicht viel gefehlt, und es wären Tränen geflossen: Am Donnerstag, dem 23. Juni, endete Louises Zeit an unserer Schule. Louise kommt aus dem französischen Toulouse und war für zwei Monate als Austauschschülerin in der Klasse 9c zu Gast. Zum Abschied bekam Louise von ihren neuen Freundinnen und Freunden allerlei Geschenke überreicht: Ein gerahmtes Klassenfoto, eine Tüte Haribo Pico-Balla – die gibt es in Frankreich nicht –

und eine Salami. Eine Salami? „Das ist ein Insiderwitz“, sagen Ida, Hannah und Kerrin aus der 9c. „Auf Deutsch betont man Salami auf der zweiten Silbe, also Sa – LA – Mi. Auf Französisch betont man das Wort aber auf der letzten Silbe, also Sa – la – MI. Das fand Louise gar nicht so leicht auszusprechen, und wir haben uns regelmäßig alle zusammen darüber totgelacht.“

Daneben hat Louise noch zahlreiche andere Unterschiede zwischen ihrer französischen Schule – sie geht auf ein Internat – und der IGS Am Everkamp festgestellt. „Wir haben an dem Lycée Saint-Sernin jeden Tag von 8 bis 18 Uhr Unterricht, und danach machen wir noch etwa zwei Stunden Hausaufgaben“, sagt sie. Außer mittwochs, da ist schon um 12 Uhr mittags Schluss. Die Zehntklässlerin hat allerdings auch ein sehr ambitioniertes Ziel: Sie möchte in einigen Jahren sowohl das deutsche Abitur als auch das französische baccalauréat machen. Die Atmosphäre an unserer IGS gefällt ihr: „Hier ist das Lernen entspannter. In Frankreich sind die Lehrer sehr ernst und lachen nie.“

Und ihre deutschen Freundinnen und Freunde sind beeindruckt. Nico sagt: „Louise kann supergut deutsch.“ Kein Wunder: „Ich habe zehn Stunden Deutsch die Woche“, sagt Louise – sechs Stunden Literatur und vier Stunden Geschichte und Geographie.“ Ihr Vater stammt zudem aus der deutsch-französischen Grenzregion, aus Strasbourg – und ist dort zweisprachig mit Deutsch und Französisch aufgewachsen. Neben der Schule findet sie noch Zeit für ihre Hobbys: Klavier spielen, reiten und Rugby. „Viele Mädchen in Frankreich spielen Rugby“, erläutert sie.                                   

Für die zwei Monate in Deutschland wohnte Louise bei der Familie von Maya Renner in Littel. Maya ging an unserer Schule in die zehnte Klasse und hat nun vor einigen Tagen ihren Abschluss gemacht. Da Maya aber in der zehnten Klasse im Stress der Abschlussprüfungen steckte, war abgesprochen worden, dass Louise am Unterricht der 9c teilnimmt.

Gegen Ende des vergangenen Jahres war Maya für knapp drei Monate bei Louise in Frankreich zu Gast. Organisiert wurden die gegenseitigen Besuche von dem Brigitte-Sauzay-Programm. „Ich habe mich von Anfang an mit allen sehr gut verstanden. Louises Eltern sind getrennt, deshalb war ich innerhalb der Woche im Internat und am Wochenende abwechselnd ein Wochenende bei der Mama und Louises Stiefpapa und am anderen Wochenende bei ihrem Papa und ihrer Stiefmama. Alle sind sehr nett und fast jeder von ihnen konnte ein bisschen deutsch.“

Die Sechzehnjährige ergänzt: „Ich war auf dem Lycée Saint-Sernin, aber im Internat war ich an einer anderen Schule, bei dem Lycée Urbain Vitry, da an unserer Schule das Internat voll war.“ Und manches dort erschien ihr durchaus streng: „Nach der Schule mussten wir spätestens um 18.30 Uhr im Internat sein. Falls wir später kommen wollten, musste dies im Voraus von einem Elternteil einem der ,Surveillants‘ – das sind die Betreuer, die während der Schulzeit im Sekretariat sitzen und abends die Betreuer im Internat sind – mitgeteilt werden.“

„Das Highlight der drei Monate stand dann am 16. Oktober 2021 an: Die Hochzeit von Louises Stiefbruder und seiner Freundin. Es war eine sehr große Feier, die auf einem Weingut gefeiert wurde. Zuerst waren wir beim Standesamt und danach noch in der katholischen Kirche. Am Abend wurde sehr ausgiebig gefeiert mit einem Drei-Gänge-Menü, bei dem jeder einzelne Gang zum Tisch gebracht wurde.“



Zu Gast in Frankreich

von: Französischkurs 10

Eiffelturm, Montmartre und jede Menge croissants…. Es gab vieles, auf das wir uns vor der Fahrt nach Frankreich im Juni freuten. Am schönsten war jedoch, unsere Austauschpartner*innen wiederzutreffen, die bereits im Mai an unserer IGS zu Besuch gewesen waren.  

Vor der ersten Begegnung am Bahnhof von Oldenburg waren wir damals alle sehr aufgeregt gewesen. Auch wenn wir uns schon über social media mit den französischen Schüler*innen ausgetauscht hatten, so wussten wir doch nicht genau, wie sie ‚in echt‘ sein würden. Und sie sollten ja eine Woche bei uns zu Hause wohnen und wir dann bei ihnen in Frankreich. Zum Glück haben wir uns alle sehr schnell angefreundet und auch die sprachlichen Hindernisse mit einer Mischung aus Deutsch, Französisch und Englisch gemeistert.

Bei unseren Austauschpartner*innen in der Nähe von Bordeaux war einiges anders als wir es gewohnt sind. Vor allem die Schule. Der Unterricht geht an vier Tagen von 8 bis 17 Uhr, was wir recht anstrengend fanden. Der Schulhof ist aus Sicherheitsgründen eingezäunt und man kann ihn nicht ohne Genehmigung verlassen. Daran mussten wir uns erst einmal gewöhnen.

Neben dem Unterricht haben wir auch die Umgebung kennengelernt – Bordeaux, die höchste Düne Europas und die Bucht von Arcachon. Hier werden Austern gezüchtet und an Restaurants verkauft. Wer sich traute, durfte sie probieren – das war ein Erlebnis. Die Architektur in Frankreich hat uns sehr gut gefallen – überall helle Häuser aus Sandstein mit Fensterläden.

Insgesamt war es eine tolle Erfahrung, die wir nicht missen mögen. A bientôt, les amis!

Das Känguru in Wardenburg

Schülerinnen und Schüler nehmen an internationalem Mathewettbewerb teil

Von der Online-Redaktion

Am 17. März schwitzten weltweit Millionen Schülerinnen und Schüler alle über denselben Aufgaben: Es war wieder Zeit für den Känguru-Wettbewerb. Auch unsere Gesamtschule nahm daran teil, und nun haben die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse bekommen.

Der Känguru-Wettbewerb ist ein Internationaler Wettstreit, dessen Ziel es ist, Mathematik beliebter und populärer zu machen. Er heißt so, weil er in Australien entwickelt wurde. Das Ziel ist es, neben der höchsten Punktzahl so viele Aufgaben wie möglich hintereinander richtig zu haben. Das nennt sich dann Känguru-Sprung.

An unserer Schule haben die Jahrgänge 5 bis 10 teilgenommen. Die Teilnahme von Jahrgang 6 bis 10 ist freiwillig. Aus dem 5. Jahrgang nahmen alle Schülerinnen und Schüler teil. In diesem

Wettbewerb kommen keine typischen Matheaufgaben vor, sondern eher Tüftelaufgaben.

Hier eine Beispielaufgabe:

Frau Müller geht oft mit den vier Hunden ihrer Nachbarn spazieren. Neulich wurden die Hunde gewogen, und nun ist klar: Das Gewicht jedes Hundes in kg ist eine ganze Zahl. Kein Hund wiegt dasselbe wie ein anderer. Alle vier zusammen wiegen 30 kg. Ajax ist der zweitschwerste und wiegt 13 kg. Wie viel wiegt Elvis, der drittschwerste?

(A) 2 kg (B) 3 kg (C) 5 kg (D) 7 kg (E) 8 kg

Na, herausbekommen? Die Lösung findet sich am Ende des Textes.

An unserer Schule waren die Sieger:

1. Platz: Jannick Giesler 6c

2. Platz: Henrike Fischbeck 9a
3. Platz: Jyves Labusch 8c

Im fünften Jahrgang haben folgende Schülerinnen und Schüler gewonnen:
1. Platz: Bennett Flore 5a
2. Platz: Thyronne da Costa Gomez 5a
3. Platz: Jana Lueken 5b

Größter Känguru-Sprung: Charlie Menezla 5b
Wir gratulieren allen Gewinnerinnen und Gewinnern.

Und hier noch die Lösung der Hunde-Aufgabe: Lösung A ist richtig.

Der Laserstrahl im Kuhstall

Der Wahlpflichtkurs Kochen aus Jahrgang 7 besucht Bauernhöfe

Von Adrian Endrikat (6b), Jelte Böttjer (9a), Nils Reske, Jarik Rüger, Nico Schole und Alyssa Wustlich (alle 9c)

„Eine Kuh trinkt pro Tag 100 Liter Wasser. Und sie verdrückt täglich ungefähr 50 Kilogramm Futter!“ Die Siebtklässler sind beeindruckt von ihrem Ausflug auf einen Bauernhof bei Littel. Es ist ein Milchviehbetrieb mit 120 Rindern, ein Familienbetrieb mit konventioneller Viehhaltung. Von der Schule aus ging es mit dem Bus nach Littel, dort hat der Landwirt die Schülerinnen und Schüler dann mit dem Trecker abgeholt.

Eigentlich treibt sich ein Wahlpflichkurs Kochen nicht unbedingt auf Bauernhöfen herum. Aber Frau Klahre, die den Kurs leitet, hat aus der Not eine Tugend machen müssen: „Wir können leider im Augenblick nicht kochen. Die Küchen werden gerade saniert, und deshalb musste ich mir etwas einfallen lassen.“ Nach dem Milchviehbetrieb stehen auch noch ein Hühnerhof und ein Betrieb mit Schweinehaltung auf der Ausflugsliste.

„Die Idee dahinter ist, dass die Schülerinnen und Schüler sehen, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden. Und wir wollten mal sehen, wie die Tiere gehalten und gepflegt werden“, ergänzt Frau Klahre.

Und den Siebtklässlern gefällt’s. Noch mehr als von den Tieren sind Jole, Alessio und Phil aber von der Technik beeindruckt: „Das Tollste war der Melkroboter. Der melkt die Kühe nicht nur, sondern wiegt die Rinder, tastet die Tiere mit einem Laserstrahl ab und reinigt auch noch das Euter!“

Informationsfilm des zukünftigen 5. Jahrgangs:

Informationsfilm für die zukünftigen 5. Klassen

Hier finden Sie alles rund um die Anmeldungen für das Schuljahr 2022/23!


Das grüne Klassenzimmer

Von Adrian Endrikat (6b), Jelte Böttjer (9a), Nils Reske, Jarik Rüger, Nico Schole und Alyssa Wustlich (alle 9c)

Rosa Apfelblüten schimmern in der Sonne, einzelne Tulpen zittern leicht im Wind, die Himbeeren haben schon zartgrünes Laub. „Das Gelände ist ein ehemaliger Parkplatz, vorher war es eine Müllkippe. Hier war nichts“, sagt Herr Brauser über den Bauerngarten der IGS Am Everkamp. Diese Vergangenheit sieht man dem Garten nicht mehr an. In den letzten zehn Jahren hat Herr Brauser das Gelände mit zahlreichen Schülerinnen und Schülern zum Bauerngarten umgestaltet; auch Eltern haben dabei mitgearbeitet. Zurzeit kümmert sich ein Wahlpflichtkurs (WPK) des 7. Jahrgangs um die Pflege und Gestaltung.

Im Winter, wenn im Garten wenig zu tun ist, arbeitet der WPK im Werkraum unserer Schule. Mia, Evelin und Susanna aus der 7b haben ein Insektenhotel gebaut. „Wir haben es selbst entworfen und aus Holzresten und Schilf gebastelt. Die Löcher für die Insekten haben wir dann mit einem Standbohrer in das Holz gebohrt“, ergänzt sie – und bei der Fertigstellung haben auch die Jungs geholfen. „Als wir es aufgestellt haben, ist am ersten Tag gleich eine Wildbiene eingezogen.“

„Im Grunde machen wir hier offenen Unterricht“, sagt Herr Brauser. Die Schülerinnen und Schüler suchen sich selbstständig Projekte und setzen sie um.“ Dazu gehören auch Vogelhäuschen, Fledermauskästen – und ein wirklich großes Vorhaben: Im nächsten Winter möchte Herr Brauser mit den Schülerinnen und Schülern einen Strandkorb bauen.

Jetzt im Frühjahr und Sommer geht es dann aber endlich wieder in den Garten. So hat Herr Brauser mit Schülerinnen und Schülern unter anderem einen Naschgarten mit Himbeeren, Blaubeeren, Äpfeln und Birnen angelegt. An sonnigen Tagen werden die Erdbeerbeete gegossen, und es wird Unkraut gejätet. Und Herr Brauser ist sich sicher: „Im Beet zusammen arbeiten, das verbindet“.



Ein Büro mit Werkbank und Boxsack

Unser Schulsozialarbeiter Herr Strauß zieht bald um

Von Jelte Böttjer, Jarik Rüger, Nils Reske, Nico Schole, Alyssa Wustlich (alle 9c), Leon Klugmann und Adrian Ares Endrikat (beide 6b)

Noch sitzt unser Schulsozialarbeiter Herr Strauß in einem ganz normalen kleinen Büro. Aber bald steht für ihn ein Umzug an – dann arbeitet er in einem Raum von der Größe eines Klassenzimmers. Und dieser Riesenraum wird es in sich haben: „Wir richten hier unter anderem eine Snoozle-Ecke ein. Das bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler sich dort in den Pausen bei ruhiger Musik und gedämpften Licht entspannen können.“ In einer anderen Ecke wird ein Boxsack hängen; im Rahmen eines Anti-Aggressionstrainings kann man sich dann hier abreagieren und Aggressionen rauslassen. „Auch eine Werkbank möchten wir aufstellen, dann kann man hier mit Holz arbeiten“, sagt er; dann könne man wie nebenbei „übers Tun ins Gespräch kommen“. Ach ja, und ein Schreibtisch ist natürlich auch da, soviel Büro muss dann doch sein. Auf der Bildcollage bekommt man schon einen groben Eindruck davon, wie der Raum aussehen könnte (Collage: Nils Reske, 9c).

Aber was macht ein Schulsozialarbeiter eigentlich? „Wir bieten Gespräche rund ums Leben an“, sagt Herr Strauß. Wenn eine Schülerin oder ein Schüler nicht weiterweiß, traurig ist, Angst oder Schulprobleme hat – dann kann er oder sie sich hier Unterstützung holen. Ein wichtiges Thema ist auch Mobbing; gemeinsam mit den Beteiligten versucht Herr Strauß, die Probleme zu lösen. „Gerade bei Mobbing ist es wichtig, dass die Jugendlichen darüber reden und die Probleme nicht in sich verschließen“, sagt er. „Wir sehen uns dann die Situation an und klären, wie die Probleme entstehen konnten. Dann können wir die Schwierigkeiten bearbeiten.“ Wichtig ist dabei die Schweigepflicht: „Was hier besprochen wird, das bleibt auch hier drin“, sagt Herr Strauß. Auch den Lehrern erzählt Herr Strauß nichts aus den Gesprächen – es sei denn, die Schülerin oder der Schüler möchte das.

Außerdem hilft Herr Strauß auch bei der Suche nach einem Praktikumsplatz in der 8. und 9. Klasse. Herrn Strauß kommt dabei zugute, dass er vor seinem jetzigen Beruf bereits in verschiedenen Bereichen gearbeitet hat – und so auch die Arbeitswelt außerhalb der Schule kennt: So hat er ursprünglich Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer gelernt. „Ich habe Rohrleitungen isoliert, Schallschutz am Theater installiert und Brandschutz in der Klinik.“ Er war im Atomkraftwerk in Lingen im Einsatz, auf Werften und ein einem VW-Werk. Anschließend arbeitete er als Maschinenbautechniker, ehe er ein Sonderpädagogikstudium anschloss. „Zu der Zeit waren viele Jugendliche arbeitslos. Ich wollte helfen und dabei mein technisches Wissen mit schulischem Wissen verbinden.“ Auch während des Studiums arbeitete er als Maschinenbautechniker und verdiente sich so seinen Lebensunterhalt. „Ich denke, das ist wichtig für Sozialarbeiter, dass man nach der Schule nicht gleich an die Uni geht – sondern dass man auch andere Berufe richtig erlebt.“


Das kleine Steinzeitnest

Von Nils Reske, Jarik Rüger, Nico Schole und Alyssa Wustlich (Klasse 9c)

„Das hier ist unser kleines Steinzeitnest“, sagt Hannah aus der Klasse 5a. Sie zeigt auf große Zeichnungen, die aussehen wie Höhlenmalereien: Jäger treiben ein Mammut in die Enge, man erkennt Hirsche und andere Tiere, und auch eine Feuerstelle mit Zelten ist zu sehen.

Zum Themenplan „Menschen und Tiere leben zusammen“ gehört auch ein Baustein, der sich mit der Steinzeit befasst. Die Schülerinnen und Schüler des fünften Jahrgangs haben die Steinzeitszenen mit Naturfarben und Kohlestiften gemalt, und die Bilder haben sie dann im Flur ihres Jahrgangs ausgehängt. So ist ihre „Steinzeithöhle“ entstanden.

Auch einen Ausflug nach Oldenburg ins Landesmuseum für Natur und Mensch haben die Schülerinnen und Schüler unternommen. Hier haben sie Amulette und Pfeilspitzen hergestellt und ein Steinzeitgrab bestaunt. Und sie haben ein Feuer nach Steinzeitart entfacht: Mit Feuerstein, Katzengold, Sägespänen und einem Baumpilz – und ganz ohne Feuerzeug. „Das war wirklich spannend zu erfahren, wie mühsam die Menschen damals ihr Feuer gemacht haben“, meint Hannah.

Und wenn man schon mal da ist, guckt man sich im Museum natürlich nicht nur die Steinzeit an. „Die Sachen aus der Römerzeit haben wir uns auch angesehen. Und die Moorleichen! Die waren am spannendsten“, sind sich die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler einig.

Eine weiße Rose gegen das Vergessen

Aktionen zum Holocaust-Gedenktag

Von Alyssa Wustlich, Nils Reske und Jarik Rüger (Klasse 9c)

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. Über eine Million Menschen waren dort von den Nationalsozialisten ermordet worden; etwa 90 Prozent von ihnen waren Juden. Seit 1996 wird der 27. Januar als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ begangen.

Auch unsere Schule erinnerte an diesem Tag an die Gräueltaten in der Zeit des Dritten Reichs. Organisiert von Frau Pleitner, Frau Klügel, Frau Muhle und Frau Ruder-Pöhlmannwurden in diesem Jahr sieben Projekte erarbeitet. In einem Klassenraum hatten Schülerinnen und Schüler ein Modell des Denkmals gebaut, das in Berlin an die verfolgten Sinti und Roma erinnert. Alyssa aus der 9c hat dies besonders beeindruckt: „Ein paar Schüler und Schülerinnen haben eine kleine Präsentation über dieses Denkmal gehalten. Sie erzählten uns, dass es ein Teich ist, der ungefähr zehn Meter tief ist. Auf den Steinen, die den Teich umschließen, stehen die Namen der Konzentrationslager. In diesem Teich befindet sich auch ein kleines Dreieck, auf dem eine weiße Rose liegt, die an die Toten erinnert. Wenn diese Rose verwelkt, verschwindet das Dreieck im Teich und wird mit einer neuen Rose wieder an die Wasseroberfläche gefahren.“

Auch eine Theateraufführung gab es. Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen hatten kleine Szenen zum Leben von Ernst Lossa verfasst; er war nur 14 Jahre alt, als er dem Euthanasie-Programm der Nationalsozialisten zum Opfer fiel. In der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren-Irsee wurde er durch eine tödliche Injektion ermordet. In einem weiteren Klassenraum ging es um das Leben des jüdischen Mädchens Anne Frank, die sich mit ihrer Familie in Amsterdam vor den Nazis versteckt hatte.

Und auch bei der Kranzniederlegung auf dem Kugelmannplatz in Wardenburg waren einige Schülerinnen und Schüler anwesend. Der Platz erinnert an die jüdische Familie Kugelmann, die seit dem 19. Jahrhundert in Wardenburg lebte; die meisten Angehörigen dieser Familie wurden in Vernichtungslagern ermordet.


Online-Besuch aus Jerusalem


Die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 7 und der Klasse
10b hatten die Möglichkeit, online mehr über das Judentum zu
erfahren, besonders über den Schabbat.

Am 26. Januar 2022 gab es für die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 7 und der
Klasse 10b eine ganz besondere Online-Veranstaltung. Arie Rosen aus Jerusalem lud die Schüler ein, an einem typischen Schabbat seiner Familie teilzunehmen. Hierzu filmte er eigens für die Veranstaltung diesen besonderen Tag der Woche im jüdischen Leben. Sie lernten eine Menge über seine Religion und auch welche große Rolle die Tora spielt. Es war eine beeindruckende Gelegenheit, eine echte Tora mit ihrem Schmuck zu sehen. Doch was die Schüler am meisten interessiert hatte, war der Tag Schabbat. Arie Rosen erklärte diesen Tag ausführlich und dass er vergleichbar mit dem Sonntag früher in Deutschland sei. Jedoch habe der Schabbat einen bestimmten Ablauf und bestimmte Regeln, die man einhalten sollte. Man bereite am Freitag alles vor, wie z.B. das Essen. Am Schabbat selbst ziehe man sich schick an, abends gehe es dann los. Sie zünden zwei Kerzen an, singen und beten miteinander.
Somit läuten sie die Woche ein. Für gläubige Juden ist die Nutzung elektronischer Geräte am Schabbat nicht erlaubt.
Am Ende bekam Arie Rosen noch viele Fragen von den Schülerinnen und Schülern gestellt.
Dank Arie Rosen hatten alle eine kleine Reise per Video-Chat nach Jerusalem.


Informationen zum witterungsbedingten Schulausfall finden Sie auf der Website des Landkreises www.landkreis-oldenburg.de oder unter der Tel: 0800 2779300.



400 Euro für gute Zwecke in aller Welt

Von der Online-Redaktion

In der riesigen alten Eiche ist ordentlich was los. Eichhörnchen toben durch die grünen Äste. Ein Specht hämmert. In der Dämmerung schwirren die Fledermäuse los, die sich tagsüber in Baumhöhlen und Spalten versteckt haben.

So sieht es in einem Naturwald aus. Und die sind in Deutschland mittlerweile sehr selten. Die meisten Wälder hierzulande sind Wirtschaftswälder, die forstwirtschaftlich genutzt werden.

Der Schutz von Naturwäldern ist eins der Projekte, die von der Aktion „24 gute Taten“ gefördert werden. Die „24 guten Taten“ unterstützt der Schülerrat der IGS Am Everkamp  bereits seit einigen Jahren in der Adventszeit. Rund 400 Euro sind in diesem Jahr bei der Sammelaktion zusammengekommen – und auch ein amerikanischer Cent wurde abgegeben. Besonders begeistert spendete der 5. Jahrgang: Allein 175 Euro steuerten die 5. Klassen bei.

Das Geld kam durch Spenden zusammen, aber auch durch eine Tombola in Jahrgang 5 und durch Arbeitseinsätze von Schülerinnen und Schülern, die gegen Bezahlung den Rasen mähten oder Unkraut hackten.

Und das Geld wandert um die ganze Welt: Jeden Tag geht ein Vierundzwanzigstel der Spende an ein anderes soziales oder ökologisches Projekt, die längst nicht alle in Deutschland angesiedelt sind. So werden in diesem Jahr unter anderem Physiotherapien für Kinder mit Behinderung im Libanon finanziert, Familien in der Demokratischen Republik Kongo erhalten Saatgut und Schulkinder in Uganda bekommen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Wir danken allen Schülerinnen und Schülern, die Geld für die guten Taten gesammelt oder selbst gespendet haben!


Vorlesewettbewerb an der IGS Am Everkamp

von Diana Bothe-Schwerter

Die Siegerin des Schulentscheides steht fest! Summer Diekmann zieht in die nächste Runde des Vorlesewettbewerbs!
Wie jedes Jahr im Dezember fand unser Schulentscheid im Vorlesewettbewerb statt. Noah Minolts (6a), Summer Diekmann (6b) und Nahbila Tita (6c) konnten als Klassensieger sich dem Schulentscheid stellen. Gelesen wurde magisches aus der „Schule der magischen Tiere“, klassisches aus „Hilfe, die Herdmanns kommen“ und spannendes aus „Die drei ??? – Alarm im Dinopark“. Besonders der Fremdtext „Rory Shy – Der schüchterne Detektiv“ von Oliver Schlick half der Jury bei der Feststellung der Siegerin. Herzlichen Glückwunsch, Summer, und viel Erfolg in der nächsten Runde des bundesweit größten Schülerwettbewerbs!


„Die jüngste und mutigste Rebellin, die ich kenne“

Robert M. Zoske stellt sein Buch über Sophie Scholl vor

Von der Online-Redaktion

Er habe noch nie jemanden so tapfer sterben sehen, sagte der Henker Johann Reichhart später über Sophie Scholl. Es war das Ende eines kurzen Lebens: Am 18. Februar 1943 wurde Sophie Scholl festgenommen, als sie zusammen mit ihrem Bruder Hans in der Münchner Universität Flugblätter gegen die Nationalsozialisten verteilte. Am 22. Februar wurde sie zusammen mit weiteren Mitgliedern der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ hingerichtet. Sie wurde nur 21 Jahre alt.

Der Autor Robert M. Zoske hat sich ausführlich mit der Geschichte der „Weißen Rose“ beschäftigt – und sein neues Buch „Sophie Scholl: Es reut mich nichts“ hat er nun an unserer Schule vorgestellt. Ungefähr 70 Schülerinnen und Schüler aus dem 9. und 10. Jahrgang waren dabei.

Eine typische Lesung war es nicht, und das kam gut an: „Er hat völlig frei gesprochen, dadurch konnte man ihm sehr gut zuhören“, sagt Jarik aus der 9c. Außerdem hatte Zoske viele Dokumente und Bilder mitgebracht, mit denen er seine Aussagen illustrierte – etwa Formulare von der Hinrichtung.

Und einiges, was Zoske über Sophie Scholl berichtete, hat die Schülerinnen und Schüler überrascht. Als Jugendliche war Sophie nämlich zunächst eine begeisterte Nationalsozialistin, so war sie Scharführerin im Bund Deutscher Mädels (BDM). Zoske zeichnete nach, wie Sophie Scholl sich langsam vom Gedankengut der Nationalsozialisten abwandte und schließlich in den religiös motivierten Widerstand ging. „Für mich ist sie die jüngste und mutigste Rebellin, die ich kenne“, ist sich Nico aus der 9c nach dem Vortrag sicher.


Besuch im Rathaus: Was tut Wardenburg gegen den Klimawandel?

Von der Online-Redaktion

Manche Jugendliche feiern ihren Geburtstag beim Schwarzlichtgolf, andere gehen zum Bowling. Selma Gedon aus der 7a geht zum Klimastreik. Am 24. September wollte sie zur „Fridays for Future“-Demo in Oldenburg gehen, gemeinsam mit ihren Freundinnen und Freunden. Als ihre Klassenlehrerin Frau Pleitner mitbekam, dass die Überhitzung der Erde für Selma und ihre Freundinnen ein großes Thema ist, griff sie das Thema im Unterricht auf. Schnell war man sich einig: „Wir sollten auch in Wardenburg etwas zu dem Thema machen“ – und als Erstes einmal herausfinden, was vor Ort schon gegen den Klimawandel getan wird.

Gesagt, getan. Über Hendrik Müller, bei der Gemeinde für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, kam der Kontakt ins Wardenburger Rathaus zustande. Dann kam die Einladung von Bürgermeister Christoph Reents, der gern über die Bemühungen der Gemeinde informieren wollte – und eine Delegation von 14 Schülerinnen und Schülern aus dem 7. Jahrgang machte sich mit Frau Pleitner auf den Weg. Auch Bauamtsleiter Frank Speckmann und die Sachbearbeiterin Maja Schütte waren bei dem Gespräch dabei. „Wir hatten das Gefühl, dass wir ernst genommen werden“, sagt Selmas Klassenkameradin Rosa. Und einiges wird schon getan, haben sie bei dem Gespräch erfahren: Die Gemeinde nutzt Ökostrom, installiert Solaranlagen auf den Dächern von Gebäuden, die der Gemeinde gehören – und wenn Papier nicht vermieden werden kann, wird Recyclingpapier benutzt, auch beim Drucken.

„Aber man kann natürlich gegen den Klimawandel immer noch mehr tun, als schon gemacht wird“, waren sich die jungen Leute einig; sie wollen an dem Thema dranbleiben. Und sie haben herausgefunden, dass die Politik nicht alles regeln kann: „Wir haben erfahren, dass die Gemeinde leider keinen Einfluss darauf hat, dass Supermärkte mehr Bio-Lebensmittel führen“, sagt Selma.

Wichtig war es der Gruppe aber auch, durch den Besuch im Rathaus ein Signal zu setzen, sagt Frau Pleitner: „Wir wollten zeigen, dass die Zukunft des Klimas nicht nur die Jugendlichen in den großen Städten interessiert, sondern auch die jungen Leute auf dem Land.“ Schließlich geht es ja um die Zukunft des ganzen Planeten.


Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus

Schülerrat der IGS Am Everkamp sammelt Spenden für „24 gute Taten“

Auch dieses Jahr möchte unser Schülerrat wieder für den Adventskalender „24 gute Taten“ spenden. Bei diesem Projekt des Vereins 24gute Taten e.V. werden Spenden für 24 verschiedene soziale und ökologische Initiativen gesammelt. Darunter finden sich beispielsweise Organisationen, die Kleinbauern in El Salvador durch den Kauf von Kakaopflanzen unterstützen, Mahlzeiten für hungernde Kinder in Nepal finanzieren oder Ruhepausen für die Eltern krebskranker Kinder in Deutschland ermöglichen. Jeder Jahrgang wird durch verschiedene Aktionen Spenden für dieses Projekt sammeln. Nähere Informationen zum Kalender unter https://www.24-gute-taten.de.


Welche Schule für mein Kind?

Liebe Eltern des Landkreises Oldenburg, 

unter normalen Umständen würden wir Sie und Ihr Kind gerne persönlich zu einem Tag der offenen Tür und einer Hospitation begrüßen und Ihnen uns und unsere Arbeit ausführlicher präsentieren. Aufgrund der Corona-Pandemie ist dies derzeit und auf absehbare Zeit leider nicht möglich.

Aus diesem Grund haben wir ein digitales Paket an Materialien geschnürt, mit dem wir Ihnen unsere IGS vorstellen wollen.

Wir hoffen natürlich, dass wir alle Fragen bezüglich unserer Schule mit diesen Materialien beantworten. Genauso werden vielleicht noch Fragen offenbleiben.  Sollte dies der Fall sein, stehen wir Ihnen selbstverständlich für weitere Fragen oder eine persönliche Beratung per Mail (schule@igs-am-everkamp.de), telefonisch unter 04407 / 71740 oder nach Terminabsprache auch persönlich zur Verfügung.

Informationsmaterialien


Mit „Zeitung in der Schule“ gegen Fake News

Text: Von der Online-Redaktion. Bild: Von Alyssa Wustlich, Nils Reske und Nico Schole (alle Klasse 9c)

Die Aufregung in der siebten Klasse ist groß: Angela Merkel fordert, dass die Sommerferien nur noch drei Wochen lang sein sollen. Skandal! „Nicht schön!“, meint ein Mädchen. Davon hatte sie noch gar nichts gehört! Viele ihrer Klassenkameradinnen und Klassenkameraden wollen die Neuigkeit gleich übers Internet teilen.

Das Problem: Die Nachricht ist frei erfunden. Journalisten von „neuneinhalb“, einem Reporter-Magazin der ARD, haben sie sich ausgedacht und der Klasse bei einem Experiment untergejubelt. Kein Jugendlicher hat sich Gedanken gemacht, ob die Meldung überhaupt stimmt. Das Experiment zeigt, wie schnell man auf Fake News hereinfallen kann – und wie schnell sich solche Falschmeldungen im Internet verbreiten.

Das Projekt „Zisch“ will diesen Falschnachrichten etwas entgegensetzen. „Zisch“ steht für „Zeitung in der Schule“ – und der neunte Jahrgang der IGS Am Everkamp macht dabei mit. Einige Wochen lang bekommen die Schülerinnen und Schüler die „Nordwest-Zeitung“ in die Schule geliefert. Sie diskutieren über die Ergebnisse der Bundestagswahl, die Corona-Entwicklung und die lokalen Nachrichten aus dem Landkreis. Fake-News dagegen haben in der Zeitung keinen Platz.

Und die Schülerinnen und Schüler lesen sich fest: Alyssa verfolgt gerne aufregende Sachen, etwa den Vulkanausbruch auf La Palma. Nico interessiert sich eher für Technik und Informatik, gerne auch mal mit lokalem Bezug: Gerade hat er einen Artikel über einen technikbegeisterten Pastor gelesen, der seine Gottesdienste zu Corona-Zeiten live gestreamt und auch interaktiv gestaltet hat. „Auch Politik interessiert mich, etwa die Verhandlungen über die Ampelkoalititon, sagt er. Und Nils verfolgt in der Zeitung die Corona-Entwicklung. Gerade hat er einen Artikel über die Corona-Impfteams gelesen, die an die Schulen kommen sollen.  

Zum Projekt „Zisch“ gehört, dass die Schülerinnen und Schüler auch selbst für die Zeitung schreiben. Jeder Deutschkurs des neunten Jahrgangs hat ein Thema übernommen: „In-Ear oder Over-Ear – ohne Kopfhörer geht nix“ heißt ein Thema, ein anderer Kurs schreibt über die Geschichte unserer Schule – und eine dritte Gruppe beschäftigt sich unter dem Titel „Junk Food, vegetarisch oder vegan?“ mit den aktuellen Ernährungstrends von Jugendlichen. Ein weiterer Deutschkurs recherchiert, wofür Jugendliche heute ihr Geld ausgeben. Das ungewöhnlichste Thema hat wohl der Kurs von Frau Block zugewiesen bekommen: Die Schülerinnen und Schüler besuchen ein Bestattungsunternehmen und berichten aus dessen Alltag. Die Artikel gibt es dann sicher nicht nur in der Zeitung, sondern sicher auch auf dieser Homepage zu lesen!


Informationen des Kultusministeriums :


Das Jahrgangsteam des neuen 5. Jahrgangs begrüßt die Schüler*innen und Eltern an der IGS Am Everkamp!

Begrüßungsvideo Teil 1
Begrüßungsvideo Teil 2


Känguru-Wettbewerb 2021

Trotz der pandemiebedingten besonderen schulischen Umstände wurde in diesem Jahr wieder weit „gesprungen“, denn der Känguru-Wettbewerb der Mathematik fand wieder statt und die IGS Am Everkamp war traditionell dabei. Anstatt die Aufgaben, wie in den vorherigen Jahren, in der Schule bearbeiten zu können, wurde der Wettbewerb in diesem Jahr in digitaler Form durchgeführt. Über IServ konnten die SchülerInnen, die sich für den Wettbewerb angemeldet hatten, auf die Aufgaben zugreifen und ihre Antworten im vorgegeben Zeitraum digital über einen Link einpflegen. Aufgrund der besonderen Umstände entschied sich der Förderverein der IGS dazu, das Startgeld für alle Teilnehmer in Höhe von 2€ zu übernehmen. Wir bedanken uns ganz herzlich für diese Unterstützung.

Alle teilnehmenden SchülerInnen erhielten nun ihre Urkunden und ihr „Geschenk für alle“, das Knotenpuzzle. Einen Sonderpreis in Form eines T-Shirts für den „weitesten Känguru-Sprung“, für die größte Anzahl von aufeinanderfolgenden richtigen Antworten, bekam dieses Jahr Henrike Fischbeck aus der 8a. Herzlichen Glückwunsch!


Internationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. In diesem nationalsozialistischen Vernichtungslager wurden über eine Million Menschen ermordet. Der Name „Auschwitz“ steht daher symbolisch für all die Orte, an denen Menschen unter dem nationalsozialistischen Regime grausam gefoltert und getötet wurden.

Wir gedenken der Opfer, damit ihr Leid nicht vergessen wird. Sie mahnen uns, so etwas nie wieder geschehen zu lassen. 

Wir haben uns von den Reden Überlebender inspirieren lassen und möchten unsere Gedanken hier mit euch teilen.


Es ist (fast) geschafft!

Noch sind die Räume leer und es stehen verschiedene Materialien auf den Fluren des D-Traktes der IGS Am Everkamp herum. Die Sanierungsarbeiten sind in einem weiteren Gebäudeteil, dem D-Trakt, fast abgeschlossen. Pünktlich zu den Weihnachtferien, kündigt sich etwas Großes an, was sich in machen Räumen auch schon erahnen lässt. Das zweite Lernhaus der IGS wird nach den Weihnachtsferien in Betrieb genommen. Bereits in den Weihnachtsferien wird mit dem Umzug der Patenjahrgänge 5 und 8 begonnen.

Wie bereits im ersten Lernhaus für die Jahrgänge 6 und 9 verwirklicht, steht auch jedem der beiden Jahrgänge 5 und 8 eine Etage des zweiten Lernhauses zur Verfügung. Dort finden sich neben den Klassenräumen und den Jahrgangsstationen (jahrgangsbezogene Lehrerzimmer) auch Fachräume und Gruppen- bzw. Differenzierungsräume. In dem nun fertiggestellten zweiten Lernhaus befindet sich zum Beispiel ein Musikfachraum und ein Selbstlernbereich für den mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich.

Alle Klassenräume sind mit moderner interaktiver Daten- und Präsentationstechnik ausgestattet. Zusammen mit der vorliegenden Ausstattung an mobiler Digitaltechnik, kann auch zukünftig das Angebot zeitgemäßen Unterrichts sichergestellt werden.

Konnte bisher nur in den Klassenräumen der Jahrgänge 6 und 9 durch Belüftungsanlagen für den nötigen Luftaustausch gesorgt werden, ist dies nun auch in den Klassenräumen der Jahrgänge 5 und 8 der Fall.

Durch den Einbau eines Lifts wurde zudem auch im zweiten Lernhaus die Barrierefreiheit hergestellt. Damit wird in dem sanierten Bauteil eine Voraussetzung für die inklusive Arbeit der Schule hergestellt.

Wie geht es weiter?

Zwischen den Osterferien und den Sommerferien 2021 wird mit der Sanierung des dritten Lernhauses, dem B-Trakt, begonnen. Diese soll zum Jahreswechsel 2021/2022 abgeschlossen sein.


IGS Am Everkamp ist gut für aktuelle und zukünftige Herausforderungen gerüstet

Kollaborativer Unterricht – Mehr als eine Simulation der Abläufe im modernen Berufsleben

Zeitgleiches Arbeiten am selben Projekt, aber an verschiedenen Orten. Die hierbei verwendete Technik der Video-Konferenzschaltung bietet sehr gute Voraussetzungen für das sogenannte „kollaborative Lernen“.

Hierbei bearbeiten Schülergruppen, die räumlich nicht in direktem Kontakt miteinander stehen dasselbe Problem oder Thema innerhalb desselben Zeitraums und Zeitrahmens, ggfs. sogar zeitgleich. Dies kann in unterschiedlichen Klassenräumen oder Gebäudeteilen, bzw. in anderen Schulen oder gar Ortschaften und Ländern stattfinden.


Die ersten Materialien aus dem Digitalpakt sind da!

Wir freuen uns darüber, dass in diesen Tagen in fast allen Klassenräumen die neuen interaktiven Beamer einziehen. Damit kann gerade in diesen schwierigen Zeiten das Arbeiten mit unseren Homeschoolern leichter zu händeln sein.


Der erste Kajak-Einer ist eingetroffen, so dass wir der Bewegung auf dem Wasser der Hunte näher kommen. Es folgen fünf weitere Boards inklusive Neoprenanzügen.

NWZ-Artikel vom 09.06.2020


NWZ-Bericht vom 28.01.2020 – Holocaust-Gedenktag

NWZ-Bericht vom 18.01.2020 – Gedenktag


NWZ-Bericht vom 13.12.2019 – Taschengeldkino


IGS –Holzwerkstatt für Weihnachtsmarkt aktiv

Kerzenständer aus Holz, ganz besondere Weihnachtsbäume und hölzerne Mobiles, die Monde und Weihnachtsbäume zeigen, sind seit den Herbstferien in der Holzwerkstatt der Integrierten Gesamtschule Am Everkamp entstanden. Jungen und Mädchen aus dem 10. Jahrgang werkelten wieder für den Stand der IGS auf dem Wardenburger Weihnachtsmarkt, der am 30. November und am 1. Dezember als Budenzauber rund um den Glockenturm stattfinden wird.

Alfred Stolle, Johanna Hollmann sowie Uta Grundmann-Abonyi vom Wirtschaftsförderungsverein besuchten nun die Holzwerkstatt, in der die Schülerinnen und Schüler noch eifrig sägten bohrten und schliffen, um den Werkstücken den letzten Schliff zu geben. Sie bedankten sich bei Lehrer Christian Janout, der die Holzwerkstatt betreut, und Lehrerin Melanie Rabe, die „Weihnachtsmarkt-Beauftragte“ der IGS ist. Für die Jungen und Mädchen gab es Gutscheine für den Weihnachtsmarkt, auf dem die Schule mit ihrem Stand verterten ist, an dem es Kinderpunsch, Waffeln und Kaffee geben wird. Betreut wird der Stand von Fünftklässlern und ihren Eltern sowie von Siebtklässlern- Außerdem wird es eine „IGS-Lounge“ geben, und der Chor wird singen.

Zum ersten Mal wird es die IGS-Lounge auf dem Weihnachtsmarkt geben. Dafür hat die Holzwerkstatt „Palettenmöbel“ gebaut, die als Sitzgelegenheit dienen. Tische, Bänke und Sessel sind aus den Paletten entstanden, die beim Azubi- und Mitarbeitertreffen am Sonnabend ab 16.30 Uhr in der IGS-Lounge ihre erste Belastungsprobe bestehen sollen.

Die Idee zu dieser Runde geht vom Ausbildungs- und Fachkräftenetzwerk Wardenburg aus, in dem die IGS mit Lehrerin Dr. Berit Pleitner vertreten ist. Es ermöglicht den Schülerinnen und Schülern durch Praktika und Betriebsbesuche frühzeitige Einblicke in verschiedene Berufe. Azubis und ehemalige Azubis sollen sich in der Lounge – eingeladen von ihren Betrieben – zum Austausch treffen. Natürlich sind auch Ehemalige der IGS oder der Everkampschule hier gerne gesehen.

Das Rätsel der verschwundenen Bälle

Von Neele-Marie Minolts, Klasse 8a

„Zehn Bälle haben wir schon verloren!“, ärgert sich David. Er zeigt auf das Gebüsch hinter der Tischtennisplatte auf dem Osthof. „Wenn der Ball da reinfliegt, dann ist er weg, den braucht man gar nicht zu suchen.“

David und seine Freunde aus der Klasse 7c spielen seit einiger Zeit Tischtennis. Draußen – und bei fast jedem Wetter. Für die steinernen Tischtennisplatten auf dem Pausenhof hatte sich in den letzten Jahren kaum jemand interessiert. Bei Sonnenschein setzte sich manchmal jemand drauf, bei Regen lief man dran vorbei. Aber Tischtennis?

Die fünf Jungs hatten schon allerlei ausprobiert. Immer im Kreis durch die ganze Schule laufen? Irgendwann langweilig. Billard im SV-Raum spielen? Nett, aber irgendwann auch nicht mehr so spannend. David brachte als Erster einen Schläger von zu Hause mit, und dann stiegen die anderen ein und waren schnell Feuer und Flamme.

Seit einiger Zeit spielen sie jede Pause ununterbrochen und sind vom Spiel so mitgerissen, dass die das Klingeln manchmal einfach überhören. Aber das ist nicht das einzige Problem. Ahmed ist von den Mädchen leicht genervt. „Sie provozieren uns und legen sich immer auf die Platte. Außerdem klauen sie unsere Bälle und rennen damit weg“, sagt er mit einem Lächeln; so genervt ist er dann wohl doch nicht von ihnen.

Jetzt haben sie noch Glück mit dem Wetter. Mal sehen, was der Winter so bringt. Tischtennis mit Handschuhen? Geht das?


NWZ-Berichte

NWZ-Bericht vom 22.02.2019 – Schulausschuss-Sitzung vom 19.02.2019

NWZ-Bericht vom 19.02.2019 – Oma- und Opa-Tag im Jahrgang 6

Filmbeitrag der NWZ-Online zum Holocaust-Gedenktag

NWZ- Bericht vom 29.01.2019 – Schüler erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus

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